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Emilia Akin (vorn) und Michelle Kempe haben die Funktionsweise einer Schlauchwasserwaage praktisch ausprobiert.

Foto: Ralf Wendland

Schülerinnen testen technische Berufe

Nicht jede Ausbildung ist bei den jungen Leuten beliebt. In manchen Bereichen fehlt das Interesse, obwohl perspektivisch dort das Einkommen höher sein kann.

Von Ralf Wendland
erschienen am 14.04.2018

Schneeberg. Die Berufsorientierung für junge Leute mit Ausrichtung auf Mint-Berufe - sprich im Bereich Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft und Technik - ist aktuell einer der Schwerpunkte im Erzgebirgskreis.

Siegfried Bäumler, Chef der Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz, erklärt, warum dies nötig ist: "Momentan zeigen auf dem Ausbildungsmarkt nur rund 38 Prozent der jungen Leute ein Interesse für die technischen Berufe und die Bauberufe. Wie haben aber 47 Prozent auf der Angebotsseite der Ausbildungsberufe, die in diesen Bereich fallen. Man sieht deutlich, dass der Markt diese Berufe nachfragt."

Deshalb dienen solche Aktionen, wie eine davon am Donnerstag bei der Trockenbau Wäntig GmbH in Schneeberg in Zusammenarbeit mit der Agentur veranstaltet wurde, zur Sensibilisierung junger Leute. Dort haben 13 Schülerinnen der 9. Klasse der Evangelischen Oberschule Schneeberg eine Berufserkundungstour mit praktischer Erprobung erlebt.

Vier Stationen waren zu durchlaufen. Ob praktische Mathematik am Beispiel eines rechtwinkligen Dreiecks, das mit Holzlatten aufgelegt worden ist, die Handhabung einer Schlauchwasserwaage, der richtige Umgang mit einem Akkuschrauber oder auch das Fräsen, Kleben und Falten von Trockenbauplatten.

"Perspektivisch sind die Verdienstmöglichkeiten im technischen Beruf und im Bauberuf höher als im kaufmännischen Bereich. Dort stellt sich zudem die Situation genau anders dar. Dort sind die Angebote von Arbeitgeberseite geringer, als die Nachfragen potenzieller Lehrlinge", erläutert Agenturchef Bäumler.

Die Schülerinnen, die am Donnerstag zu Akkuschrauber und Wasserwaage gegriffen haben, waren überrascht, wie interessant doch der Beruf eines Trockenbauers sein kann. Michelle Kempe ist 14 Jahre. Sie sagt: "Ich habe einiges erfahren, was ich so noch nicht wusste, aber dennoch werde ich eher eine Ausbildung im sozialen Bereich absolvieren." Die 16-jährige Emilia Akin sieht das ähnlich: "Es ist spannend, was wir gezeigt bekommen haben, aber Mathematik ist nicht so meins." Auch Klara Unger nimmt Erfahrungen mit. "Manche Dinge, gerade das Bohren, sind nicht so einfach, wie man sich das vorstellt", so die 14-Jährige.

Stefanie Wäntig von Trockenbau Wäntig hat den Tag ermöglicht. Die 46-Jährige sagt: "Technische Berufe sind ohnehin nicht die beliebtesten. Es ist heute nicht mehr so, dass der Nachwuchs zu uns kommt, sondern wir müssen den Nachwuchs suchen. Mit solchen Aktionen wollen wir einfach zeigen, dass auch diese Berufe Spaß machen können."

 
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