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Bei der Gestaltung der zukünftigen Räume der Historischen Skitruhe in der Oschatz-Villa hat der gleichnamige Verein auf ein Planungsbüro verzichtet. Vorsitzender Gottfried Fuchs zeigt die Vorstellungen, die er und Klaus Mechwitz und Joachim Stöhr zu Papier gebracht haben.

Foto: Ralf Wendland

Doppelt so viel Raum für Ski-Geschichte

Der Schönheider Verein Historische Skitruhe plant bereits den Umzug aus beengten Verhältnissen in einem ehemaligen Laden in die Oschatz-Villa. Die saniert wird. 2019 könnte Eröffnung sein.

Von Heike Mann
erschienen am 13.02.2018

Schönheide. Die Historische Skitruhe in Schönheide platzt aus allen Nähten. "Es wird unbedingt Zeit, dass wir uns verändern", sagt Gottfried Fuchs, Vorsitzender des Schönheider Vereins. Allein 600 verschiedene Skier von 50 verschiedenen Herstellern werden derzeit in den ehemaligen Ladenräumen an der Hauptstraße ausgestellt. Hinzu kommen, Kleidung, Skistöcke, Startnummern, Schuhe, Urkunden und Medaillen in Vitrinen, Tafeln mit Bildern und Texten zur Geschichte des Skisports in der Region. Die Gelegenheit, das alles besser zu präsentieren, bietet sich jetzt mit der Sanierung der Oschatz-Villa im Ort. Dort soll im Obergeschoss das neue Skilauf-Museum eingerichtet werden. Gottfried Fuchs geht davon aus, dass das nicht vor Ende 2019 der Fall sein wird. Eher noch 2020, dann könnte man sogar einen anderen Anlass mit feiern, das 110-jährige Bestehen des Skivereins Schönheide.

Noch ist die Oschatz-Villa eine Baustelle. Aber die Vorstellungen für die Einrichtung der neuen Räume der Skitruhe sind schon weit gediehen. Der Verein hat sich dafür keines Projektanten bedient, vielmehr soll die Ausstellung nach eigenen Ideen zusammengestellt werden. Dabei sollen dem Skiverein Schönheide, den Firmen Rass (Skischuhe) und Riedel (Anlaufspuren), den Traditionen des Skilanglaufes Worldlopp jeweils eigene Räume gewidmet sein. Für deren Ausstattung sind Kosten von etwa 53.000 Euro veranschlagt. Dafür wurde dem Schönheider Verein bereits eine Förderung in Höhe von gut 37.000 Euro über das Leader-Programm zugesagt. Ebenfalls beantragt hat der Verein einen Zuschuss für die Anschaffung von Audioguides. Die Führungen sollen in Deutsch, Tschechisch und Erzgebirgisch gehalten werden. Für den Text in Erzgebirgisch hofft man Hans Unger gewinnen zu können, der für die Schennhaader Maad vor ein paar Jahren ein Weihnachtsgedicht einsprach und damit in der Öffentlichkeit für Furore sorgte.

Wichtig sind dem Verein laut Fuchs die Audioguides auch, weil man eine dauerhafte Öffnung der neuen Ausstellungsräume nicht absichern könne. Angedacht sei deshalb, dass die Mitarbeiterin der Gemeindebibliothek, die ebenfalls mit in die Oschatz-Villa einziehen soll, bei Bedarf die Räume öffnen kann. Dort gibt es eine Videoüberwachung. "Nur wenn sich Gruppen anmelden, stehen Vereinsmitglieder für Führungen parat", so Fuchs.

Der Verein Historische Skitruhe war im Frühjahr 2017 neu gegründet worden, nachdem der Vorstand des Skivereins, bis dahin Träger der Ausstellung, abgelehnt hatte, den Fördermittelantrag für die Ausstattung der neuen Räume in der Oschatz-Villa per Unterschrift zu bekräftigen. Seit der Gründung des neuen Vereins ist dessen Mitgliederzahl bereits von 11 auf 30 angewachsen. Die Entwürfe für die neue Ausstellung stammen vor allem von Gottfried Fuchs, Klaus Mechwitz und Joachim Stöhr. Noch keine Einigung konnte mit der Gemeinde zu Öffnungszeiten und Eintritt erzielt werden. Fuchs betont: "Wegen der vom Fördermittelgeber geforderten Gemeinnützigkeit darf der Verein ja auch keinen Eintritt verlangen." Fuchs hofft, in absehbarer Zeit die Gelegenheit zu bekommen, im Gemeinderat das Konzept des Vereins vorstellen und offene Fragen klären zu können. Er hätte deswegen schon mehrfach nachgefragt.

"Wir wollen vor allem die Geschichten von Akteuren des Skisports aus der Region erzählen und bewahren", erklärt Fuchs das Anliegen des Vereins. Dafür würde er sich jedoch noch mehr Unterstützung vom örtlichen Skiverein und der Gemeindeverwaltung wünschen. "Wir sind kein privates Museum, aber das, was wir machen, würde ohne unsere private Initiative gar nicht gehen. Das bezieht sich auch auf die Finanzen."

 
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