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Jagdpächter wollen Vertrag bis 2039 verlängern

Stadt Schwarzenberg hält Mindestfrist von neun Jahren für ausreichend

Von Frank Nestler
erschienen am 17.04.2018

Schwarzenberg. Die Verträge der Jagdgenossenschaft Schwarzenberg mit den drei Jagdpächtern werden nicht vorzeitig bis 31. März 2039 verlängert. Diese Haltung der Stadt - die Kommune ist mit rund 170 Hektar größte Flächeneigentümerin in der über knapp 600 Hektar verfügenden Genossenschaft und hat entsprechendes Stimmgewicht - wurde jetzt per Ratsbeschluss bekräftigt. Ein Verlängern um neun Jahre, was der Mindestfrist für einen solchen Vertrag laut dem Bundesjagdgesetz entspricht, sieht die Stadt als ausreichend an. Steht das Thema in der Mitgliederversammlung der Jagdgenossenschaft auf der Tagesordnung, soll Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer (CDU) so argumentieren.

Bei 2,50 Euro je Hektar liegt die jährliche Pacht. Mit der finanziellen Sicherheit für Investitionen hatten die Pächter Thomas Weißflog (Jagdbogen 1), Frank Schille und Mario Fischer (Jagdbogen 2) ihre Bitte um die langfristige Vertragsverlängerung begründet. Das betrifft zum Beispiel Bau und Erhaltung von Hochsitzen und Kanzeln, die nicht nur aus ein paar Fichtenstangen zusammengenagelt werden sollen. Auch EU-Vorgaben spielen eine große Rolle, zum Beispiel für die Fleischlagerung. So muss die Kühlung die strengen veterinärrechtlichen Auflagen erfüllen.

Frank Schille hatte in der Ratssitzung Rederecht erhalten und den Wunsch auf Vertragsverlängerung mit gemeinsamer Frist für beide Jagdbögen auch damit begründet, auf die Weise identische Vertragslaufzeiten zu erreichen. Das wäre im Sinne der Jagdgenossenschaft, sagte gestern deren Vorsitzender Christian Arnold aus Bermsgrün. Für Bogen 1 läuft der aktuelle Vertrag Ende März 2019 aus, für Bogen 2 Ende März 2021. Ein laufender Jagdpachtvertrag kann aber auch auf kürzere Zeit verlängert werden. Vielleicht ist so ein identisches Ende der Lauffrist zu erreichen. Das muss allerdings noch rechtlich geprüft werden.

Ein zweites Anliegen der Jagdpächter, die ihre Aufgaben laut Einschätzung der Genossenschaft gut erledigen, geht in Erfüllung: Ihre Haftung für ersatzpflichtige Wildschäden wird auf 1000 Euro pro Jahr und Jagdbogen begrenzt. Darüber hinaus haftet die Genossenschaft.

 
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