Kunstpreis art figura im Lutherjahr 2017

Reformation - ein Wort, das im nächsten Jahr in aller Munde sein wird. In Schwarzenberg wird es zudem Thema eines künstlerischen Wettstreits.

Schwarzenberg.

Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte der Mönch Martin Luther seine 95 Thesen. Der Thesenanschlag in Wittenberg gilt als Beginn der Reformation. 500 Jahre ist das bald her und wird im nächsten Jahr bundesweit gefeiert. Nur wenige historische Ereignisse haben ein solches "geschichtliches Erdbeben" ausgelöst wie dieses. Von Europa aus strahlte diese Bewegung auf andere Kontinente, prägte Kulturen und Regionen.

Nun soll die Kunst die Reformation reflektieren. "Re-Formation" lautet das Motto für den Kunstpreis art figura, den die Stadt Schwarzenberg für 2017 auslobt. Denn Kunst ist Formen. Kunst lebt von Verformung, durch Kunst nehmen Gedanken Gestalt an. Schon heute sind die Arbeiten zahlreicher Künstler aus der Region mit dem Blick voraus aufs Lutherjahr gerichtet. Das belegt auch die aktuelle Sonderschau im Museum des Stadt Schwarzenberg sehr eindrucksvoll.

In den Räumen der Sonderschau von Perla Castrum ist derzeit die 14. Jahresschau der Künstlergruppe Exponart zu sehen. Hinter Exponart verbergen sich zehn Künstler aus der Region, die bereits vielgestaltig "WortGeschichte(n) - Gedanken zur Reformation in Holz" verarbeitet haben. In dieser Sonderschau, die ein Magnet in der Museumsnacht war, bekommt der Betrachter einen kleinen Vorgeschmack auf das, was durchaus zum Motto des Kunstpreises art figura passen würde.

Die Museumsnacht am Sonntagabend nutzten nicht nur mehr als 340 Gäste für eine Begegnung mit der Kunst, sondern auch Schwarzenbergs Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer, um den offiziellen Beginn des kunstvollen Wettstreits zu verkünden. Seit 2005 lobt die Stadt Schwarzenberg in Zusammenarbeit mit der Erzgebirgssparkasse, dem Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen, dem Wirtschaft- und Gewerbeverein sowie den Kunstfreunden Schwarzenberg diesen Kunstpreis - aller zwei Jahre - aus. Erstmals mit im Boot für die Kunst der Porsche Werkzeugbau. Bis März 2017 haben Künstler aus dem In- und Ausland nun Zeit, sich mit ihren Entwürfen und Arbeiten für die Teilnahme zu bewerben. Gefragt sind jedoch ausschließlich Wettbewerbsbeiträge in Form von Skulpturen und Plastiken.

Und wie geht es weiter mit den Arbeiten des im August in Schwarzenberg stattgefunden Bildhauersymposiums "Schnittstelle"? Auch auf diese Frage gab es zur Museumsnacht eine Antwort: Die Arbeiten sind und bleiben in der Stadt und sollen auf einem Kunststeig im Schlossgarten zu Begegnungen animieren. Dazu ist seitens der Stadt derzeit eine Konzeption in Auftrag gegeben worden. Erste Kostenschätzung hierfür: 1,2 Millionen Euro.


Was und wie?

Der Schwarzenberger Kunstpreis art figura soll den Blick auf Traditionen der großen Bildhauerkunst des sächsischen Raumes lenken und deren Erhalt in neuen Ausdrucksformen widerspiegeln.

Dotiert ist der Kunstpreis auf Platz 1 mit 5000 Euro; Platz 2 mit 3000 Euro und Platz 3 mit 2000 Euro; zudem wird ein Publikumspreis in Höhe von 500 Euro gestiftet und vergeben.

Bewerbungsschluss: 31. März 2017.

Die Kunstausstellung der Arbeiten läuft vom 1. September bis 3. November 2017 in den Räumen Perla Castrum und eventuell im Tunnel unter dem Schloss.

Ein Wettbewerbsobjekt pro Teilnehmer in Form einer Skulptur oder Plastik kann eingereicht werden. Wobei die maximale Größe für den Innenbereich auf 2,50 Meter Höhe und maximal 75 Kilogramm Gewicht festgelegt wurde. Im Außenbereich darf das Gewicht 1000 Kilogramm betragen.

Kuratorin ist erneut Anna-Franziska Schwarzbach, freischaffende Künstlerin aus Berlin und Tochter des Kunstprofessors Hans Brockhage.

Eine siebenköpfige Jury wird über die eingereichten Arbeiten befinden.

Die Bewerbung sollte über das Bewerbungsformular erfolgen, das auf der Internetseite der Stadt abrufbar ist. Dort finden sich weitere Details.

www.schwarzenberg.de

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