Burkhardtsdorf möchte 1,55 Millionen in Hort investieren

Die Gemeinde wagt einen Neuanlauf zur Sanierung der Ex-Grundschule. Dabei spielt Energieeinsparung eine große Rolle, von der auch Feuerwehr und Bauhof profitieren sollen. Was ist geplant?

Burkhardtsdorf.

Der erste Förderantrag für eine Sanierung des Horts war abgelehnt worden. Das war seinerzeit eine ärgerliche Angelegenheit, weil allein im Antrag eine Menge Arbeit steckte. Nun wagt die Gemeinde einen neuen Anlauf. Und diesmal scheint es besser zu laufen. Die Projektidee wird für die zweite Stufe des Aufrufverfahrens zugelassen. Für die Qualifizierung der Projektskizze lobt das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft sogar ein Preisgeld von 6000 Euro aus.

Burkhardtsdorf greift bei der geplanten Sanierung auf das ehemals gescheiterte Vorhaben zurück. Demnach wird der Hort saniert und mit zeitgemäßer Dämmung ver- sehen. Auf dem Dach des Horts ist eine Photovoltaik-Anlage vorgesehen, die den Hort sowie die Feuerwehr und den Bauhof mit Strom ver- sorgen soll. "Ursprünglich hatten wir die große Lösung im Blick", sagt Jörg Spiller, Leiter des Fachberei- ches Investitionen/Bau/Liegenschaften. Die große Lösung, das war ein Nahwärmenetz für Hort, Feuerwehr/Bauhof, Eurofoam-Arena und Kindertagesstätte. "Nun planen wir eine Nummer kleiner", sagt Spiller und ist guter Dinge, dass das Vorhaben eine Chance bei der Vergabe der Fördermittel hat.

Für die Sanierung des Horts plant Burkhardtsdorf aktuell mit 1,55 Millionen Euro. Dazu kommen noch 32.000 Euro für die Projektsteuerung und 35.000 Euro für ein Stromspeichersystem. Spiller erwartet sich von der Eigenstromnutzung eine jährliche Einsparung von 11.390 Kilowattstunden. Im vergangenen Jahr hat Burkhardtsdorf in allen kommunalen Liegenschaften zusammen 211.577 Kilowattstunden Strom verbraucht.

Im Zuge der energetischen Sanierung möchte die Gemeinde auch bauliche Änderungen an dem Gebäude vornehmen. Die beiden bestehenden Treppenhäuser im Mittelbau werden aufgrund von brandschutztechnischen Vorgaben abgerissen, durch neue Stahlbetontreppen ersetzt und als Fluchttreppenhäuser vom Kerngebäude getrennt. Darüber hinaus werden sie mit Brandschutzverglasung und -türen versehen. Der Eingangsbereich wird zudem komplett umgestaltet. Der Zugang zum Gebäude wird straßenseitig neu geordnet und am Treppenhaus ein eingeschossiger Anbau realisiert. Dort wird ein Büroraum mit Zugangskontrolle zum Gebäude errichtet. Die Barrierefreiheit wird über einen Außenfahrstuhl an der Westfassade realisiert.

Im Innenbereich des Gebäudes wird die Raumaufteilung verändert und einige Zimmer werden zusammengelegt. Daher sind auch einige Fenster neu zu positionieren. Generell sollen alle Fenster aus- getauscht werden; ebenso die Türen. Das Dachkuppelfenster wird ausgebaut und die Öffnung geschlossen.

Am 22. Januar möchte sich Spiller die notwendigen Beschlüsse holen. Sollte Burkhardtsdorf im Sommer den Zuschlag aus Dresden erhalten, kann die Planung vorangetrieben werden. "Wir haben die zweite Runde erreicht. Ich bin zuversichtlich", sagt Spiller. Die eigentliche Umsetzung ist für die Jahre 2020 und 2021 vorgesehen. Vor allem die Außenarbeiten können wohl bei laufendem Betrieb realisiert werden. Im Innenbereich soll vornehmlich in den Sommerferien gearbeitet und der Hortbetrieb für diese Zeit in die Grundschule ausgegliedert werden. "Das müssen wir aber entscheiden, wenn die Planung steht und wir wissen, wie die Unternehmen arbeiten möchten", sagt Fachbereichsleiter Spiller.

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