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Dass aus dem Auto-Heck einmal ein Sofa wird, ist mittlerweile durchaus vorstellbar.

Foto: Jens UhligBild 1 / 2

Künftige Nutzung eines Autohecks ist bereits zu erahnen

Ein Projekt nimmt Gestalt an: Das Sitzmöbel, das aus der Karosse eines Schrottautos entstehen und später zugunsten eines Palliativvereines versteigert werden soll, ist schon als solches zu erkennen. Der nächste Schritt: eine Farbkur.

Von Viola Gerhard
erschienen am 13.10.2017

Gablenz. Tatsächlich - das, was jetzt in der Werkstatt des Lack- und Karosseriebauservice Bochmann im Stollberger Ortsteil Gablenz steht, erinnert schon mehr an ein Sofa als an ein Auto. Vor noch gar nicht langer Zeit war nur schwer vorstellbar, was Andreas Mehlhorn, Geschäftsführer des Stollberger Unternehmens Schmiede und Metallbau, vor hat: aus dem Heck eines schrottreifen Ford Scorpio ein extravagantes Sitzmöbel bauen und dieses für einen guten Zweck versteigern. Der Empfänger des Erlöses soll der Hospiz- und Palliativdienst Chemnitz sein, ein Verein, der Sterbende und ihre Angehörigen begleitet.

Ganz allein kann Mehlhorn das Projekt nicht umsetzen - und darum steht das Autoheck derzeit in der Werkstatt von Ronny und Claudia Bochmann. Hier werden nicht nur angerostete Teile ersetzt, hier soll es auch lackiert werden. Als Andreas Mehlhorn sie deshalb ansprach, habe man sofort zugesagt, erzählt Claudia Bochmann, die das Familienunternehmen gemeinsam mit ihrem Bruder führt. "Ein schönes Projekt", sagt sie. "Mal etwas Ausgefallenes." Arbeitsleistung und Materialkosten sponsern Bochmanns komplett.

Die Grundierung ist bereits aufgebracht, sodass das künftige Sofa derzeit in ein dezentes Grau getaucht ist. Letztendlich, erklärt Ronny Bochmann, werde es aber mit einen dunklen Metalliclack versehen, "British Racing" nenne sich die Farbe. Zuvor seien aber noch Absprachen mit dem Sattler geplant, denn Lack und Polsterfarbe sollen ja letztendlich harmonieren. Ebenfalls vor dem Lackieren notwendig: der Austausch verrosteter Teile. Das bereitet Bochmann gerade vor. An einigen Stellen müsse das Blech auch noch gezogen und ausgedellt werden.

Ronny Bochmann als Karosserie- und Fahrzeugbaumeister sowie Betriebswirtin Claudia Bochmann haben das Unternehmen 2015 von ihrem Vater Harry Bochmann übernommen. Gegründet hat es 1969 ihr Großvater, Gerhard Voigt. Heute stehen hier sieben Mitarbeiter in Lohn und Brot.

Die Idee für das Projekt stammt aus Amerika - dort ist es laut Andreas Mehlhorn Trend, aus Schrottautos Designercouches zu kreieren. Dass das Sitzmöbel letztendlich einem guten Zweck zugute kommt, stand für ihn von vornherein fest. Die Arbeit des Hospiz- und Palliativdienstes Chemnitz hält er für wichtig, darum soll er der Adressat des Geldes sein, das bei der geplanten Versteigerung des "Schrott-Sofas" zusammenkommt.

 
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