Bauen bis der Winter kommt

Der Neubau das Geh- und Radweges in Flöha zieht sich länger hin als geplant. Eine Ursache dafür liegt in China.

Flöha.

An der Augustusburger Straße in Plaue wird weiter eifrig gearbeitet. Allerdings werden die Bauarbeiten in diesem Jahr nicht mehr abgeschlossen. Der Neubau des Geh- und Radweges entlang der Oberschule wird in kurzen Abschnitten so lange weitergehen, wie es die Witterung zulässt, sagt der Leiter der Bauverwaltung im Rathaus, Andre Stefan. Temperaturen um den Gefrierpunkt oder leichter Schneefall seien kein Problem, Dauerfrost im Boden dagegen schon.

Die Asphaltdecke der Fahrbahn wird zwischen der Zufahrt zum Einkaufszentrum Edeka/Aldi und der Heinrich-Heine Straße aber erst im Frühjahr erneuert. Denn dafür müssen zumindest die Straßenborde gesetzt sein. Außerdem braucht man für die Asphaltarbeiten ein paar Tage lang trockene, milde Witterung.

Eigentlich sollten der Neubau des Geh- und Radweges sowie die Fahrbahnerneuerung zwischen der Zufahrt zu den Hochhäusern und der Heinrich-Heine-Straße bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Doch wie so oft im Tiefbau gab es Überraschungen, die zu Verzögerungen führten. Manche liegen nahe, wie zum Beispiel unvorhergesehener Beton im Erdreich, instabiler Baugrund oder eine Leitung, die anders liegt als im Plan verzeichnet. Zu Verzögerungen führte auch ein plötzlicher Lieferengpass bei Granitbordsteinen, weil in China wegen amtlicher Lizenzierungsverfahren viele Steinbrüche geschlossen wurden.

Zurzeit laufen die Gehweg-Arbeiten auf dem vierten und letzten Abschnitt bis zur Heinrich-Heine-Straße. Der Weg ist bereits bis zur Lidl-Einfahrt gepflastert, die Borde sind sogar noch ein Stück weiter in Richtung Heinrich-Heine-Straße gesetzt. Der Umbau des Kreuzungsbereiches zur Heinrich-Heine-Straße wird noch einmal aufwändig, weil dort die Kurvenradien vergrößert werden müssen. Gebaut wird mit einer halbseitigen Sperrung der Straße, der Autoverkehr wird mit einer Baustellenampel geregelt.

Die Bauarbeiten für den neuen Geh- und Radweg waren Ende August begonnen worden. Der Neubau ist ein städtisches Vorhaben. Die parallel dazu aufgebügelte neue Asphaltdecke ist eine Maßnahme des Freistaates Sachsen, da die Augustusburger Straße in diesem Bereich eine Bundesstraße ist. Beide Baumaßnahmen konnten miteinander verknüpft werden. Die Gesamtkosten für das kombinierte Bauvorhaben betragen knapp 470.000 Euro, der Kostenanteil der Stadt beträgt 225.000 Euro.

Wann die letzten beiden Abschnitte der Augustusburger Straße bis zur Zschopau-Brücke in Plaue sowie am Schulberg saniert werden, steht derzeit noch nicht fest. "Wir haben beides im Visier", sagt Andre Stefan. Der Weiterbau in Plaue hängt von Fördermitteln ab. Die Sanierung des Abschnittes am Schulberg soll mit dem Neubau der Kirchenbrücke verknüpft werden.


Ausblick: Straßenbau 2018

Die Friedhofsstraße in Plaue, deren Sanierung läuft, wird im nächsten Jahr weitergebaut. Der Ausbau soll

in Abschnitten erfolgen, begonnen wurde am unteren Ende. Das Budget beträgt zunächst 90.000 Euro.

Gebaut wird so weit, wie das zur Verfügung stehende Geld reicht und so lange, wie die Witterung es zulässt.

Die Straßenreparaturen wurden in Flöha als Vorhaben auf zwei Jahre verteilt vergeben. In diesem Jahr passiere nicht mehr viel, sagt Andre Stefan aus dem Rathaus. Schwerpunkt der Straßenreparatur ist in Falkenau die Straße der Einheit mit der Ringstraße und der Plauer Straße. Weiterhin werden auf der Straße im Gewerbegebiet sowie im unteren Teil der Dorfstraße Schäden ausgebessert. Schwerpunkt der Straßeninstandsetzung in Flöha sind die Lessingstraße und die Bahnhofstraße. Auf dem Parkplatz an der Alten Baumwolle werden Risse ausgebessert, entlang der Augustusburger Straße Ränder verfugt. Der Bau der Fritz-Heckert-Straße ist auch geplant. (mbe)

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