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Volkmar Köhler (rechts) und Michael Bemmann vom Altmittweidaer Bauhof räumen im Funktionsgebäude des Freibades auf, nachdem die Badesaison beendet wurde.

Foto: Falk Bernhardt

Freibad-Bau: Die Debatte geht weiter

Eigentlich sollten im September Bauarbeiten im Altmittweidaer Bad starten. Doch weil der Gemeinderat sich noch immer nicht geeinigt hat, ob ein Bistro gebaut wird oder doch nur ein Imbiss, gibt es Verzögerungen.

Von Franziska Pester
erschienen am 09.09.2017

Altmittweida. Nachdem die Badegäste weg sind, wird jetzt aufgeräumt.Mit dem Ende der Freibadsaison rückt der geplante Umbau des Altmittweidaer Freibades näher. Doch aus dem ursprünglichen Plan der Gemeinde, wenige Tage nach der Badschließung mit dem Abriss des alten Funktionsgebäudes zu beginnen, wird nichts. Denn noch sind die Bauaufträge nicht vergeben, und auch über die künftige Gestaltung des geplanten Neubaus herrscht nach wie vor Uneinigkeit.

"Momentan stellen die beauftragten Planer Voranfragen an Baufirmen zusammen. Wir wollen herausfinden, wie hoch die Baukosten für ein neues Funktionsgebäude sind. Dabei prüfen wir die Variante mit Imbiss und eine mit Bistro mit Sitzbereich", erklärte Altmittweidas Bürgermeister Jens-Uwe Miether (parteilos). Erst danach soll entschieden werden, welche Form von Funktionsgebäude gebaut wird. Je nachdem, welche Variante gebaut wird, muss die Gemeinde mehr oder weniger Geld für das Bauvorhaben einplanen. Derzeit kalkuliert man mit Ausgaben in Höhe von rund 200.000 Euro.

Denn im Gemeinderat gibt es unterschiedliche Meinungen zum Neubau. Mehrere Räte sprechen sich dafür aus, in dem Gebäude ein Bistro mit kleiner Küche und Gastraum einzurichten. Sie argumentieren, dass dadurch die Attraktivität des Bades gesteigert wird und mehr Besucher kommen. Andere, darunter der Bürgermeister, sind gegen das Bistro. Sie plädieren dafür, dass im neuen Funktionsgebäude nur ein Imbiss eingerichtet wird, an dem kleine Snacks verkauft werden. "Viele kommen nur, um ein paar Bahnen zu schwimmen, nicht um zu essen", sagt der Bürgermeister. Das hätten ihm auch mehrere Altmittweidaer bestätigt. "Ich habe auch selbst beobachtet, dass an Tagen, an denen 26 Grad herrschten, nur etwa zehn Leute im Bad waren. Ein Bistro rechnet sich aus meiner Sicht nicht", sagt Miether.

Das bestätigt Altmittweidas Schwimmmeister Rando Gelbrich. Diese Saison seien knapp unter 6000Besucher ins Freibad gekommen. "Das sind etwa 10 Prozent weniger als 2016", so Gelbrich. Schuld daran sei das wechselhafte Sommerwetter gewesen. "Es gab zu wenige zusammenhängende Tage, an denen es warm und sonnig war", sagt er.

Diskussionen gibt es in Altmittweida unterdessen auch über die Frage, wer den alten Flachbau abreißt. Bürgermeister Miether möchte damit eine Fachfirma beauftragen. "Allerdings steht jetzt auch der Vorschlag im Raum, dass unser Bauhof den Abriss übernimmt", berichtet Miether. Auch darüber müsse bei der Gemeinderatssitzung am kommenden Montagabend diskutiert werden.

Einen konkreten Termin für den Abriss und den Baubeginn gibt es laut Jens-Uwe Miether derzeit noch nicht. Noch im April warbei der Diskussion um den Neubau geplant gewesen, das Bad, ganz gleich, wie die Witterung ist, zum 1. September zu schließen und dann zügig mit dem Bau zu beginnen."Nun müssen wir sehen, wie im Herbst das Wetter ist und ob wir anfangen können", sagt der Bürgermeister.

Gemeinderat Die Sitzung des Gemeinderates beginnt am Montag, 19.30 Uhr, im Vereinszimmer der Gaststätte "Ritterhof".

 
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Freibad-Bau: Die Debatte geht weiter
Weniger Badegäste in wechselhaftem Sommer
 
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