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Oberärztin Ines Müller leitet im Krankenhaus Mittweida die Fuß-Ambulanz, hier mit Patient Mirko Hähnel aus Oederan, der eine Orthese tragen muss, dessen Fuß aber gerettet werden soll.

Foto: Falk Bernhardt

Gut zu Fuß - Jetzt auch mit Zertifikat

Der Einzugsbereich der Fußambulanz im Krankenhaus Mittweida reicht bis in das Erzgebirge. Den guten Ruf bestätigt nun eine Urkunde.

Von Falk Bernhardt
erschienen am 12.01.2018

Mittweida. Mit Fußpflege hat das nichts zu tun, was Oberärztin Ines Müller und ihr Team der Medizinischen Fußambulanz im Krankenhaus Mittweida machen. Mehr gepflegte Füße würde sich die Diplom-Medizinerin aber schon wünschen, denn sie hat viel zu tun. Etwa 230 Patienten werden hier mehrmals pro Quartal versorgt, und das Einzugsgebiet der Klinik reicht bis Chemnitz und das obere Erzgebirge.

"Es gibt noch Einrichtungen in Döbeln und Wurzen, in Dresden und Jena", erklärt die Oberärztin, die seit 1986 hier tätig ist und die Ambulanz, die zuvor zum Krankenhaus Frankenberg gehörte, seit 2015 leitet. Sie freut sich, dass der gute Ruf nun auch mit einem Zertifikat bestätigt ist. Und das hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) vergeben. Mittweida ist damit als eine der wenigen Einrichtungen in Deutschland zur Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms zertifiziert. Voraussetzung war laut Ines Schreiber, Pressesprecherin des Krankenhauses, eine gleichbleibend hohe Qualität der Versorgung. Der Bedarf resultiere aus einem nachweislichen Anstieg der Anzahl der Erkrankungen an Diabetes mellitus und seinen Begleiterscheinungen.

"Eingewachsene Zehennägel werden hier nicht behandelt", erläutert Ines Müller. "Es sei denn, es handelt sich um einen Diabetiker. Die machen etwa 90 Prozent unserer Patienten aus." Der diabetische Fuß sei der häufigste Fall, von dem 25 Prozent der Diabetespatienten einmal im Lauf ihres Lebens betroffen sind.

Vor einem Jahr kam auch Mirko Hähnel aus Oederan, der nach dem Schneeschieben über Nacht einen angeschwollenen Fuß hatte. Diagnostiziert wurde ein schmerzloses Zusammenbrechen der Knochen, auch bekannt als Charcot-Fuß. Der heute 45-Jährige trägt deshalb eine Orthese, einen knapp 2000 Euro teuren Spezialschuh. "Damit kann ich aber fast alles machen, sogar Autofahren, natürlich mit Automatik", erklärt er. "Ich bin in guter Behandlung." Die Diagnose sei ein Schock gewesen, aber er sei froh, den Fuß behalten zu können.

Ines Müller bestätigt, dass sich in den vergangenen Jahren ihr Tätigkeitsfeld schon verändert habe. Dennoch müssten im Notfall Amputationen auch heute noch gemacht werden. Diese erfolgen aber stationär. In die Fußambulanz kommt man auch nur mit einer Überweisung.

 
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