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Haftstrafe nach Einbruch in Ex-Klinik

Ein Mann aus Frankenberg wollte mit dem Verkauf der Beute seinen Drogenkonsum finanzieren. Eine Bewährung kam für das Gericht nicht in Frage.

Von Helene Krause
erschienen am 14.06.2018

Döbeln/Frankenberg. Mit einer Aussage vor dem Döbelner Amtsgericht dürfte der Mann wohl Recht haben: Es sei eine "dumme Idee" gewesen, in das leer stehende Frankenberger Krankenhaus einzudringen. Das sagte der Frankenberger in der Verhandlung aus, bei der er jetzt wegen versuchten Diebstahls in Tateinheit mit Sachbeschädigung zu einer Haftstrafe verurteilt worden ist.

Der Frankenberger soll laut Anklage in der Nacht zum 1. Juni 2017 in das seit Ende 2013 leer stehende Krankenhaus in Frankenberg eingebrochen sein. Dazu habe er eine Hintertür aufgehebelt, was der Angeklagte in der Verhandlung bestritt. Die Hintertür habe offen gestanden erklärte er. Im Gebäude soll er Kabel herausgeschnitten, Innentüren zerstört, Fenster eingeschlagen und Badarmaturen abgeschraubt haben. Das Diebesgut hatte einen Wert von etwa 100 Euro. Der Schaden am Gebäude beläuft sich auf 6000 Euro. Als er von einem Zeugen im Gebäude überrascht wurde, sprang er durch ein Fenster der früheren Notaufnahme, brach sich dabei den Oberschenkel. Nachdem die Polizei eingetroffen war, wurde der Mann in ein Krankenhaus gebracht.

Dass er die Badarmaturen abgeschraubt hat, gestand der Angeklagte nun in der Verhandlung. "Die Kabel habe ich nicht herausgeschnitten", sagte er. "Da müssen noch andere vor mir da gewesen sein." Der Zeuge, der den Angeklagten beim Einbruch überrascht hatte, erklärte, dass er zwei Tage zuvor bei einem Kontrollgang noch gesehen habe, dass die Kabelschächte im Keller geschlossen waren.

Das Diebesgut wollte der Frankenberger nach eigenen Aussagen verkaufen, um Geld für Drogen zu erhalten, die er schon seit Jahren konsumiert. Auch zur Tatzeit soll er den Angaben vor Gericht zufolge unter der Einfluss von Cannabis und Crystal gestanden haben. Ein Gutachter bescheinigte dem Mann aufgrund des jahrelangen Drogenkonsums eine verminderte Steuerungsfähigkeit.

Der Angeklagte hat 17 Vorstrafen, die meisten wegen Diebstahls, darunter zwei Bewährungsstrafen. Richter Janko Ehrlich verurteilte den Mann zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten. Die wurde der vielen Vorstrafen wegen nicht zur Bewährung ausgesetzt. "Dreimal Bewährung gibt es nicht", sagte Richter Ehrlich.

 
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