Was die Hainichener 2018 erwartet

Kommune investiert rund 9,7 Millionen Euro in diesem Jahr - Veranstaltungssaal, Kunstrasenplatz und Parkgestaltung zählen zu Großprojekten

Hainichen.

In diesem Jahr will Hainichens Stadtchef Dieter Greysinger (SPD) wieder als Kandidat bei der Bürgermeisterwahl antreten. Beim Neujahrsempfang hat er gestern Abend rund 200 Gästen vorgetragen, wo er 2018 die Schwerpunkte in der Stadtentwicklung sieht. "Freie Presse" präsentiert eine Auswahl.

An welchen Stellen wird in diesem Jahr gebaut?

Das wohl prominenteste Bauprojekt der Stadt in diesem Jahr ist die Sanierung des Neorokokosaals im ehemaligen Hotel "Goldener Löwe". Greysinger will vorerst am Eröffnungstermin für den neuen Veranstaltungssaal zum Neujahrsempfang im Jahr 2020 festhalten. Der Rathauschef schließt aber auch nicht aus, dass der Saal erst Mitte 2020 eröffnet wird. Zu den Investitionsvorhaben, für die in diesem Jahr rund 9,7 Millionen Euro geplant sind, zählen unter anderem der Bau eines Kunstrasenfußballplatzes im Sportforum sowie die das Anlegen eines Dorfplatzes im Ortsteil Gersdorf. Die Fassage des Lehrschwimmbeckens und der Turnhalle sollen erneuert und das Bockendorfer Dorfgemeinschaftshaus saniert werden. Im Stadtpark sollen 129.500 Euro investiert werden, das betrifft vor allem das Areal am Wildgehege.

Was steht noch auf der Wunschliste der Stadtverwaltung?

Auf einen Käufer hofft der Bürgermeister für das ehemalige Fischerkaufhaus im Stadtzentrum. Als künftige Nutzungsvariante könnte sich Greysinger den Einzug einer Pizzeria vorstellen, zumal es an gastronomischen Angeboten in der Stadt mangele. Für den Striegistalradweg könnte 2018 nach Ansicht von Greysinger ein wichtiges Jahr werden. Für den Abschnitt von Crumbach zur Kratzmühle liegt eine Klage eines Naturschutzverbandes gegen die Planfeststellung beim Verwaltungsgericht. Der Bürgermeister hofft, dass die abgewiesen wird, um den Abschnitt zeitnah bauen zu können. Bei zwei privaten Vorhaben mag der Rathauschef keine Prognosen abgeben, wann mit einer Realisierung zu rechnen ist. Es geht um die Errichtung eines Autohofes an der Autobahn 4 und die Marktterrassen im Herzen der Gellertstadt. Für den Bau des Wohn- und Geschäftshauses hatten zumindest Tiefbauarbeiten begonnen.

Was wird aus den Brachen?

Der Abriss des ehemaligen Saatgut- und Getreidelagers soll im April abgeschlossen sein. Auch auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerks ist ein Ende der Arbeiten absehbar. Private Investoren haben einige unansehnliche innerstädtische Häuser erworben, bei denen die Stadt mit einer Sanierung rechnet. Das betrifft das Eckhaus Gerichtstraße/Mittweidaer Straße sowie das Haus Gellertstraße 50. Beginnen sollen Arbeiten auch an der Brauhofstraße 6 und 8.

Wie geht es mit dem schnellen Internet voran?

Der Breitbandausbau ist mit einem Investitionsvolumen von rund 13 Millionen Euro das größte Einzelvorhaben in der Stadtgeschichte. Greysinger erwartet, dass der Freistaat den Eigenanteil der Kommune in Höhe von 1,7 Millionen Euro übernimmt. Demnächst soll der Auftrag zur technischen Begleitung des Projekts vergeben werden, im zweiten Quartal die Suche nach einem Betreiber des Netzes beginnen.

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