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Bundeswehr-Ausbildung bei der freiwilligen Feuerwehr gestern in Penig: Hauptfeldwebel Christian Riese beim öffnen eines Pkw mit Hilfe des Rettungssatzes.

Foto: Mario HoeselBild 1 / 3

Flink wie die Feuerwehr

Ölsperre über die Zwickauer Mulde legen, eine Pumpe bauen: Frankenberger Soldaten machen neue Erfahrungen.

Von Mario Hösel
erschienen am 16.05.2018

Penig. Eine doch ungewöhnliche Ausbildung hat gestern bei der Freiwilligen Feuerwehr Penig auf dem Plan gestanden. Innerhalb der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit (ZMZ) bekamen 17 Soldatinnen und Soldaten vom Stab der Panzergrenadierbrigade 37 "Freistaat Sachsen" in Frankenberg einen Einblick in die Arbeit und Technik der Feuerwehr.

Nach der Vorstellung der Peniger Feuerwehr am Depot ging es zur Thierbacher Straße, wo die beiden ersten Stationen auf die Teilnehmer warteten. Eine Gruppe begann nach kurzer Einweisung mit dem Aufbau einer 200 Meter langen Ölsperre über die Zwickauer Mulde. Die zweite Gruppe baute eine Pumpe zur Wasserentnahme aus der Mulde und zur Wasserversorgung beim Löschangriff auf. Schläuche wurden verlegt, Wasserverteiler eingebaut und schließlich ein Löschangriff mit Strahlrohren sowie einem Wasserwerfer durchgeführt. Mancher Soldat staunte, was für ein Kraftaufwand notwendig ist, ein Strahlrohr zu halten, welche Kraft durch den Druck des Wassers freigesetzt wird.

Nach dem Wechsel der Gruppen und dem Rückbau der Ölsperre ging es dann zurück zum Depot. An den Stationen drei und vier gab es weitere knifflige Aufgaben zu lösen. Zum einen wurde mit Hilfe von Hochdruckhebekissen ein 620 PS starker und etwa 23 Tonnen schwerer Raupenschlepper angehoben. Unter dessen Ackerpflug war zudem ein Pkw geraten. Das Fahrzeug musste mit einem Hydraulischen Rettungssatz geöffnet werden. Dazu musste - als besondere Herausforderung - zunächst der tonnenschwere Pflug gesichert und abgestützt werden. Dann wurde unter Anleitung von Feuerwehrmann Kevin Kirsch der Pkw mit Spreitzer und Schere geöffnet. "Die Kraft der Rettungsgeräte ist unglaublich. Es ist beeindruckend so eine Erfahrung zu machen", sagte Hauptfeldwebel Christian Riese nach der Arbeit mit dem 34 Kilogramm schweren Spreitzer.

Die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr zu zeigen und seinen Arbeitskollegen aus dem Stab diese Erfahrungen mitzugeben, das war Gemeindewehrleiter Thomas Cramer wichtig. "Es ist interessant, die Fähigkeiten der Feuerwehr kennen zu lernen", sagte Hauptmann Fatima Haupt, die ZMZ- Offizierin der Brigade. "Die Ausbildung hier ist richtig gut organisiert. Die Tätigkeiten selbst auszuprobieren, ist eine ganz andere Erfahrung, als so etwas nur zu sehen." Eine ähnliche Ausbildung hatte es in Penig zuletzt 2009 gegeben. Die Gemeindefeuerwehr verfügt an neun Standorten mit acht Ortsfeuerwehren über 180 Aktive Feuerwehrleute und 13 Fahrzeuge.

 
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