Grippe und Co.: Wie bleiben Sie gesund?

Husten, Schnupfen, Fieber und dazu Magen-Darm-Infekte: Zurzeit haben Viren in Wartezimmern, Kitas und Pflegeheimen Hochsaison. Wie schützen sich diejenigen vor einer Ansteckung, die täglich mit Erkrankten zu tun haben?

Rochlitz.

Die Grippewelle schwappt durch Mittelsachsen: 351 Neuerkrankungen sind vergangene Woche im Gesundheitsamt des Landkreises registriert worden. Das waren knapp 100 Fälle mehr als in der Vorwoche. Die Mehrzahl der Patienten hat sich Angaben der Behörde zufolge mit dem Virus-Typ B (333 Befunde) infiziert. Nur 18 Mal sei Typ A diagnostiziert worden. Vor allem Kinder und Jugendliche seien in diesem Winter stark betroffen. Auch das Noro-Virus grassiert und verursacht Durchfall und Erbrechen.

Ärzte, Kita-Erzieherinnen, Apothekerinnen und auch Altenpfleger kommen bei ihrer Arbeit täglich mit Erkrankten in Berührung. Die "Freie Presse" hat sie gefragt, wie sie den hochansteckenden Viren trotzen.


Arzt Dr. Martin Grzelkowski: Vitamin C und Kneipp

"Zum einen desinfiziere ich mir regelmäßig die Hände. Wir haben in der Praxis in allen Zimmern Wandspender mit Desinfektionsmittel hängen. Ansonsten stärke ich mein Immunsystem. Dazu setze ich auf zwei Dinge: Ich nehme hoch dosierte Vitamine in Form von Nahrungsergänzung. Dabei achte ich darauf, dass ich 3 Gramm Vitamin C täglich einnehme. Außerdem mache ich Kneipp-Anwendungen. Das heißt, ich dusche kalt. Auch das stärkt das Immunsystem. Man muss aber sagen, dass diejenigen, die ständig in Kontakt mit Erregern sind, so viele davon aufnehmen, dass das Immunsystem abgehärtet ist." (fpe)


Kita-Leiterin Susann Steinbach-Gruttke: Raus bei jedem Wetter

"Die Erkältungswelle zeigt sich bei uns im Evangelischen Kindergarten in Döhlen vor allem bei den Krippenkindern, deren Immunsystem noch nicht so stark ist. Um vorzubeugen, gehen wir bei jedem Wetter raus, täglich gibt es Obst. Die Erzieher achten aufs häufige Händewaschen und lüften die Räume viel. Generell lässt sich nicht sagen, dass Erzieher über die Zeit resistenter werden, das ist individuell verschieden. Problematisch ist leider, dass Kinder wieder in die Kita gebracht werden, die noch nicht wieder ganz gesund sind. Die Eltern spüren leider den Druck, wieder schnell auf Arbeit gehen zu müssen." (fmu)


Altenpfleger Toni Blum: Regelmäßige Hygiene und viel Sport

"Ich arbeite als Altenpfleger in Chemnitz. In der Pflege ist ein hohes Maß an Hygienemaßnahmen wie Mundschutz und regelmäßige Händedesinfektion das A und O. Benutzte Geräte und Gegenstände werden regelmäßig desinfiziert. Wir versuchen, erkrankte Bewohner von gesunden so gut wie möglich zu trennen. Aufgrund des andauernden Personalmangels in allen Pflegeeinrichtungen kann man es sich nicht leisten, durch mangelnde Hygiene auf noch mehr Personal zu verzichten. Privat mache ich viel Sport, gehe spazieren und achte auf die Ernährung, ohne aber nur noch Obst und Gemüse zu essen." (fmu)


Apothekerin Ulrike Nitzsche-Burkhardt: Immunkur machen

"In der Erkältungszeit vermeide ich das Händeschütteln mit anderen

Personen. Außerdem habe ich immer Handdesinfektionsgel in der Tasche, benutzte es regelmäßig und versuche aber dennoch, mir so wenig wie möglich ins Gesicht zu fassen. Im Winter mache ich zudem eine Immunkur und bereite mir frische Smoothies zu. Dafür verwende ich immer auch eine Zitrone. Ich esse auch sehr gern Mandarinen. In der Apotheke desinfizieren wir die Theke und die Türklinken täglich. Das ist Teil unserer Hygienerichtlinien. Ich empfehle, auch daheim immer mal Türklinken, Telefone und Handy zu desinfizieren." (fpe)

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