Radweg: Zauneidechse unter Kontrolle

Die Planung zwischen Waldheim und Rochlitz verläuft mehr als schleppend. Immerhin gibt es Lichtblicke.

Geringswalde.

Nicht nur Torsten Schönfeld geht beim Thema Radwegbau von Waldheim nach Rochlitz mittlerweile der Hut hoch. "Tut sich hier überhaupt noch irgendetwas?", wollte der Geringswalder wissen, der als Gast die jüngste Sitzung des Stadtrates verfolgte. Ja, erwiderte Bürgermeister Thomas Arnold (parteilos), der seit dem Start des Projekts 2009 die Anrainergemeinden gegenüber Behörden vertritt. Mittlerweile ist die Stadt Eigentümer der Fläche in der Gemarkung Geringswalde und hat für Grund und Boden rund 30.000 Euro bezahlt. Zudem sei die Zustimmung von drei Anliegern der künftigen Trasse eingeholt worden, damit dem Bau nichts im Wege stehe.

Federführend beim Projekt ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Aktuell arbeitet die Behörde an der Genehmigungsplanung. Der Bauabschnitt umfasst eine Strecke von 8,3 Kilometern zwischen Waldheim und Geringswalde. "Die Naturschutzbehörde des Landkreises fordert die detaillierte Erfassung von Zauneidechsen, die im Bereich des früheren Bahndammes vorkommen", sagte Behördensprecherin Isabel Siebert. "Im Ergebnis sollen Beeinträchtigungen für die Tiere im Bauablauf vermieden werden." Aus ihrer Sicht könnte 2017 der Startschuss für das erste Teilstück fallen.

In einem zweiten Bauabschnitt, dessen Beginn die Behörde für 2018 vorsieht und der das Geringswalder Klosterbachtal umfasst, soll die Querung des Bachlaufes in Angriff genommen werden. Die Pfeiler der einstigen Eisenbahnbrücke im Klosterviertel und Mühlteichnähe sollen dabei erhalten und das Bauwerk durch eine Stahlkonstruktion wieder benutzbar gemacht werden. Einen Knackpunkt in der Debatte um den Radweg bildete bisher die Querung im Kreuzungsbereich der Rochlitzer Straße und der Bahnhofstraße. Eine Schranke und sogar eine Unterführung waren im Gespräch. Beide Lösungen werden indes nicht weiterverfolgt. "Der Radverkehr muss an dieser Stelle die Vorfahrt beachten", erklärte Siebert.

Für die folgenden Abschnitte bis nach Rochlitz lässt sich laut Lasuv aber bisher keine genaue Bauzeit benennen.

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