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Karen Awetisjan und Deniz Cetiner, künftiger Betreiber des Plauener Stadtstrands, holen die Disko ans Elsterufer. Sie wollen zeigen, dass Techno-Partys zum Stadtfest wieder friedlich verlaufen können.

Foto: ANDREAS WETZEL

Aus für Lichthof-Disko: Jetzt geht's zum Strand

Diesmal gibt es zum Stadtfest keine Disko im Rathaus-Lichthof - aus Gründen der Sicherheit. Die Veranstalter suchen eine Alternative. Ein junger Diskotheker testet eine.

Von Manuela Müller und Uwe Selbmann
erschienen am 09.09.2017

Plauen. Ein anderer Veranstalter, dieselbe Zielgruppe: Nach dem Verbot für die Techno-Partys im Lichthof macht Karen Awetisjan Disko am Stadtstrand am Elsterufer. Awetisjan betreibt den Crown Club am Klostermarkt. In der Vergangenheit hatte er sich bei der Initiative Plauen erfolglos darum bemüht, als Veranstalter im Rathaus-Lichthof zum Zuge zu kommen.

In seinem Club habe er bereits Aftershow-Partys zum Spitzenfest gemacht. "Jetzt erweitern wir zum Stadtstrand. Das wird besser als im Lichthof", sagt Awetisjan. Gestern war die erste Disko, heute ist die nächste dort.

Mit Einlasskontrollen will er die Sicherheit erhöhen. "Wir lassen es nicht zu, dass sich 13-Jährige abfüllen", sagt er. Wegen Sicherheitsmängeln hatte Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) die traditionellen Stadtfest-Diskos im Lichthof verboten. Grund waren Ausschreitungen beim Fest im Frühjahr.

Die Initiative Plauen als Fest-Veranstalter bemüht sich indes selbst nach einer Alternative zum Lichthof, teilt sie mit. Aber nicht dieses Jahr. Der Veranstalter wollte dieses Jahr keine Jugendveranstaltung, so die Stadtverwaltung. Awetisjan hatte bei ihr ein Konzept eingereicht, das abgelehnt wurde.

Seit 2015 bewerbe er sich bei der Initiative Plauen ums Ausrichten der Lichthof-Partys. Damals hatte es bereits Negativ-Schlagzeilen gegeben, weil ein Jugendlicher Pfefferspray versprüht hatte. Awetisjan schlug Einlasskontrollen vor, die auch das Jugendschutzgesetz einhalten sollten. Je nach Alter sollten Besucher farbige Armbänder bekommen, damit Barkeeper beim Ausschank unterscheiden können. Den Zuschlag für die Techno-Party bekam jedoch erneut das Glashaus.

Nach den Gewaltvorfällen im Frühjahr reichte der Diskotheker erneut ein Konzept im Rathaus ein. Diesmal wollte er an die Untere Endestraße ausweichen und dort ein Zelt für 500 Leute aufstellen. Das Ordnungsamt verwies auf den Lärm, der entstehen würde, auf das benachbarte Pflegeheim und eine Intensivpflege-Wohngruppe. Selbst Autos sei es verboten, zwischen 22 und 6 Uhr auf den Platz zu fahren. Weiteres Gegenargument: Die Veranstaltung auf dem Altmarkt und die Disko könnten sich geräuschvoll stören.

Der Eventmanager ist enttäuscht: "Wir wollen ein Beispiel dafür geben, dass eine Veranstaltung kontrolliert ablaufen kann." Nicht zum ersten Mal sei er mit seinen Ideen aus dem Rathaus wieder nach Hause geschickt worden. Karen Awetisjan wollte ein Oktoberfest auf dem Altmarkt organisieren, legte 25 Seiten Konzept vor. Statt drei Tage hätte die Stadt nur zwei genehmigt. Weil sich dafür der Aufwand nicht lohne, bleibt das Konzept im Schub. Jetzt feiert Pößneck, Plauen nicht.

 
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