Vertrag zur Philharmonie unterschrieben

Die Finanzierung des Orchesters durch sechs Träger wird als Erfolgsgeschichte gesehen. Nun kann sie ihre Fortsetzung finden.

Reichenbach/Greiz.

Die Vereinbarung zur weiteren Finanzierung der Vogtlandphilharmonie Greiz/Reichenbach wurde vorgestern zur turnusmäßigen Sitzung des Vorstandes im Probenraum der Vogtlandhalle Greiz unterzeichnet. Die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg (CDU), der Landrat des Vogtlandkreises, Rolf Keil (CDU), sowie der Reichenbacher Oberbürgermeister Raphael Kürzinger (CDU) und der Greizer Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) setzten ihre Unterschriften auf das Papier.

Dass die vor 24 Jahren erstmals geschlossene Vereinbarung so lange hielt, zeige, man habe "vieles richtig gemacht", sagte die Greizer Landrätin, und: "Die Finanzierung der Vogtland Philharmonie durch sechs Träger war eine Erfolgsgeschichte in der sächsisch-thüringischen Kulturlandschaft." Zudem sei es "ein Stück harte Arbeit" gewesen, die am 31. Dezember auslaufende und seit 2015 erarbeitete Finanzierungsvereinbarung neu auf den Weg zu bringen. Verhandlungen mit Land und Kommune zu führen, die allesamt "unter Sparzwang" stehen, sei nicht einfach gewesen, ergänzte Keil. "Viel Kraft und Energie" habe man dabei aufbringen müssen. Der Vogtlandkreis habe trotz Haushaltsicherungskonzeptes seinen Teil getragen. Kürzinger unterstrich, dass die Reichenbacher Stadträte stets hinter der Philharmonie standen: "Sie haben ohne zu fackeln Einstimmigkeit bewiesen."

Stefan Fraas, Intendant und Geschäftsführer des Orchesters, hatte das Ergebnis "mit Freude verfolgt". Bei vielen Orchestern habe es Strukturveränderungen gegeben. Zur Fusion der Orchester Greiz und Reichenbach im Jahr 1992 wurden aus 113 Orchesterstellen 65. Dennoch habe man das Niveau halten und in den fast 25 Jahren des Bestehens rund 2,5 Millionen Besucher erreichen können. Nicht nur in den beiden Städten und Kreisen, sondern als "klingender Botschafter der Region" auch deutschlandweit. Die Preise "moderat" zu halten, empfinde er als "soziale Verpflichtung", betonte der Intendant.

Am 19. September 1992 schlossen die thüringisch und sächsischen Landesregierungen, die Landkreise Greiz und Reichenbach sowie die Städte Greiz und Reichenbach einen Staatsvertrag ab, in dem sie sich verpflichteten, die Finanzierung des Orchesters anteilmäßig zu tragen: Thüringen und Sachsen zahlen 25 Prozent. Die Landkreise tragen 15 Prozent und die beiden Städte je zehn Prozent.

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