Thomas Heinicke stellt in Kirche aus

Religiöse Motive haben den Wickersdorfer Künstler und Restaurator schon immer gereizt. Das Jubiläum der katholischen Kirche hat ihn zu einer Besonderheit inspiriert.

Glauchau.

Mit der Kirche hat Restaurator und Künstler Thomas Heinicke aus Wickersdorf eigentlich nicht viel am Hut. Also rein privat zumindest. "Ich bin nicht religiös", sagt er. Beruflich reizen ihn sakrale Objekte und religiöse Motive aber schon seit Jahrzehnten und finden sich in seinen zahlreichen Werken wieder. 13 Bilder sind zurzeit in der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Glauchau zu sehen.

In der Vergangenheit hatte Heinicke als Restaurator häufiger in der katholischen Kirche zu tun. "Ich habe Restaurierungsarbeiten am Altar und an Messingobjekten durchgeführt", sagt er. Zuletzt hat er die Farbuntersuchung in dem Gotteshaus an der Geschwister-Scholl-Straße gemacht. Künftig soll die Kirche innen wieder ihre ursprüngliche Farbgebung erhalten. Über die Tätigkeiten entstand gemeinsam mit Pfarrer Waldemar Styra die Idee zur Ausstellung, die gestern mit Beginn der Festwoche in der Kirche eröffnet wurde. Vor 60 Jahren wurde die Kirche geweiht, das Jubiläum feiert die Gemeinde mit mehreren Veranstaltungen.

Die meisten von Heinickes Bildern, vorwiegend Ölgemälde, zeigen abstrakte Motive aus der Bibel. Dass sie nun in einer Kirche ausgestellt werden, freut den Künstler sehr. "Ich finde es sehr spannend, dass die Bilder durch die Ausstellung in einen neuen Kontext gesetzt werden", sagt Heinicke. Gerade die katholische Kirche sei von jeher sehr kunstinteressiert gewesen. Über die Farben in seinen Werken könnten auch Menschen, die normalerweise nicht viel für moderne Kunst übrig haben, einen Zugang finden.

Am Ende der Ausstellung steht eine Besonderheit - ein Flügelaltar. "Mich haben die Vorbereitungen für das Kirchweihjubiläum dazu inspiriert", sagt er. Fertiggestellt hat er den dreiteiligen Altar erst in der vergangenen Woche. "Das Motiv der Fußwaschung habe ich modern mit einer Fluchtszene interpretiert", sagt Heinicke. Das passe wiederum zur Geschichte der Gemeinde, die durch Fluchtgeschichten aus Schlesien und Ostpreußen geprägt wurde.

Die Ausstellung ist während der Festwoche ab 18 Uhr sowie am Wochenende ganztägig in der katholischen Kirche Mariä Himmelfahrt, Geschwister-Scholl-Straße 2, zu sehen.

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