Neue Ausstellung in früherer Stasi-Zentrale

Berlin (dpa) - In der früheren Stasi-Zentrale in Berlin wird am 16. Juni die neue Dauerausstellung «Einblick ins Geheime» eröffnet. Gezeigt wird am historischen Ort, wie das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) Daten über Menschen sammelte und das Archiv der DDR-Geheimpolizei funktionierte, wie die Stasi-Unterlagen-Behörde mitteilte. Auf vier Etagen im teilsanierten Haus 7 sind neben großformatigen Fotos die Installation eines Aktenstapels, ein original Karteischrank und eine begehbare Akte zu sehen, die das Schicksal eines einst Verfolgten nachzeichnet.

Bislang gibt es nur limitierte Führungen durch das Archiv mit den erhaltenen Akten. Die Ausstellung wird jeden Tag geöffnet und für Besucher kostenlos sein.

Ziel sei, die Unterschiede zwischen damals und heute deutlich zu machen, hatte der Bundesbeauftragte für die Stasi, Roland Jahn, der Deutschen Presse-Agentur vorab gesagt. Legte die Stasi einst Akten zur Überwachung von Menschen an, seien sie heute ein Instrument zur Aufarbeitung.

Insgesamt blieben rund 111 Kilometer Stasi-Akten, 41 Millionen Karteikarten, mehr als 1,8 Millionen Fotos und rund 16 000 Säcke mit zerrissenen Papieren zurück.

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