Panzer der US-Streitkräfte rollen durch Ostdeutschland

Leipzig (dpa) - Durch Ostdeutschland rollen derzeit zahlreiche Fahrzeuge und Panzer der US-Streitkräfte Richtung Polen und Baltikum. Es gehe um zwei umfangreiche Truppenbewegungen, sagte der Chef des Stabes der US-Army Europa, Brigadegeneral Kai Rohrschneider, am Donnerstag in Leipzig.

Zum einen werden etwa 2000 Fahrzeuge für ein Nato-Manöver im Baltikum aus den südlichen Bundesländern durch Ostdeutschland geführt. Parallel dazu werden 1400 US-Fahrzeuge, die vor kurzem im belgischen Antwerpen eingetroffen sind, nach Polen verlegt. Hintergrund ist die schon länger laufende Operation «Atlantic Resolve», mit der die US-Armee die Nato-Alliierten in Osteuropa stärken will.

«Deutschland ist seit Jahren eine Drehscheibe für militärische Transporte», sagte der Kommandeur des Landeskommandos Sachsen-Anhalt, Halvor Adrian. Die Bundeswehr hilft den amerikanischen Truppen bei den Marschrouten. Betroffen sind von dem Truppenverlegungen bis Ende Mai vor allem die Autobahnen 2, 4, 9, 13 und 15.

«Auf der Straße werden sich ausschließlich Radfahrzeuge bewegen. Sämtliche Kettenfahrzeuge werden auf der Schiene verlegt», betonte Rohrschneider. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es durch die Kolonnen zu Behinderungen auf den Autobahnen kommen könnte. Pro Marschgruppen sind maximal 20 Fahrzeuge vorgesehen mit einer Gesamtlänge von zwei Kilometern.

Die wichtigste Regel für die zivilen Autofahrer laut Rohrschneider: Nicht in die Kolonne zwischen die Fahrzeuge fahren. Er versicherte aber zugleich, dass sich die US-Truppen an die deutschen Verkehrsregeln halten und eventuell entstandene Schäden begleichen würden. In der zweiten Junihälfte werden sich die US-Truppen aus dem Baltikum wieder auf den Rückweg nach Bayern machen.

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