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Ein Plüsch-Esel liegt zwischen Blättern auf einer Wiese.

Foto: Daniel Karmann

Studie: Sexueller Kindesmissbrauch war in DDR Tabu-Thema

erschienen am 11.10.2017

Leipzig (dpa) - Sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen ist in der DDR weitestgehend ein Tabu-Thema gewesen. Das geht aus einer Expertise hervor, die am Mittwoch in Leipzig von der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs vorgestellt wurde. «Es passte nicht in die heile, sozialistische Gesellschaft», sagte Kommissionsmitglied und Ex-Bundesfamilienministerin Christine Bergmann bei der Vorstellung der Studie. Die Problematik sei in der DDR weit mehr und länger tabuisiert worden als in den alten Bundesländern.

«Für die Expertise wurden 250 Fälle gesichtet und 150 genauer ausgewertet», sagte Mitautorin Stefanie Knorr. Als Quellen hätten unter anderem Dokumente aus dem Archiv des Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen und aus dem Bundesarchiv gedient.

 
© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
 
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Kommentare
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Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 16.10.2017
    18:22 Uhr

    Hirtensang: Auch in der DDR wurde Kinds-Missbrauch und andere sexuelle Verbrechen strafrechtlich verfolgt. Allerdings wurde im Interesse der Opfer das Breittreten Ihres Traumas, ihrer körperlichen und seelischen Verletzungen nicht als Informationsware gehandelt. Unsere Presse nutzt jede Gelegenheit die Sensationslust der Menschen im Interesse höherer Auflagen zu befriedigen.

    0 5
     
  • 16.10.2017
    17:18 Uhr

    kartracer: Hier geht es doch nur um Eines, das
    ständige an den Pranger stellen der DDR!
    Was ist mit der anderen Hälfte Deutschlands, gab es
    nicht das Gleiche, eher noch schlimmer, weil die
    Geld-Machtstruktur, noch viel mehr zugelassen hat?
    Wie sieht es mit den vielen Mißbrauchsfällen von
    Gottesdienern aus, ich möchte nicht wissen, was da
    so vertuscht und totgeschwiegen wurde, es war ja
    im Namen des Allmächtigen.
    Nur zu, baut die Mauern doch noch weiter auf,
    oder dient das dem sogenannten Zusammenwachsen?!
    Liebe FP, schreibt doch bitte mal einen ausführlichen
    Artikel über "Freistatt", und die anderen Anstalten zur
    Züchtigung von Kindern und Jugendlichen im so
    unfehlbaren Westteil Deutschlands.
    Auch das wird totgeschwiegen und war kaum
    jemanden bekannt, weil diese Verbrecher der Kirche
    angehörten!
    Ich bin wahrhaftig kein Verfechter der DDR, aber
    es sollte mit der Hetze auch mal Schluss sein!

    0 5
     
  • 16.10.2017
    11:06 Uhr

    Freigeist14: Die fundamentale Aussage,daß sexuelle Gewalt an Kindern in der DDR ein Tabu-Thema gewesen ist und es strafrechtliche Verfolgung nur in Einzelfällen gegeben hätte,wird mir 250 gesichteten Fällen belegt,von denen 150 genauer ausgewertet wurden.Zitat:"Es wird der Eindruck vermittelt,daß Kripo,Staatsanwälte und Richter bei sexueller Gewalt das-Legalitätsprinzip außer Kraft gesetzt hätten und nach Vorgaben der Partei-u.Staatsführung oder in Eigenzensur Strafverfolgung unterlassen hätten.Das ist eine bösartige Verleumdung und hat mit der Rechtswirklichkeit in der DDR nichts zu tun."Zitat Ende.(Hans-Jürgen Joseph,ehem.DDR-Staatsanwalt).

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  • 13.10.2017
    20:12 Uhr

    Stonep: Kindesmissbrauch ist eines der schlimmsten Vergehen. Hier muss rückhaltlos aufgeklärt und bestraft werden, egal wo in Deutschland.
    Das dies öffentlich gemacht wurde war in früheren Jahren nicht unbedingt ein Thema. Nicht umsonst werden jetzt erst so viele Missbrauchsfälle bekannt.
    Auf Grund der Aussage im Artikel ?Eine strafrechtliche Verfolgung der Täter gab es nur in Einzelfällen ? würde ich gerne die Ergebnisse der Studie nachlesen. Leider gibt es hier keinen Hinweis, wo ich dies tun könnte. Diese Aussage bedeutet doch, dass die Mehrzahl nicht strafrechtlich belangt wurde.
    In meiner Wahrnehmung war dies nicht der Fall.

    0 2
     
  • 13.10.2017
    05:55 Uhr

    BlackSheep: Klingt alles in bisschen wie, was nicht in mein Weltbild passt glaubt ich einfach mal nicht.
    http://www.mdr.de/sachsen/leipzig/sexueller-kindesmissbrauch-in-der-ddr-100.html

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