Das Klassentreffen der sportlichen Art

Beim Beach-Basketball in Mittweida werden seit zehn Jahren Freundschaft und Ehrgeiz miteinander gekoppelt. Beim zehnten Turnier glänzten auch die Ehemaligen der HSG.

Mittweida.

Gleich zwei einheimische Teams in den Endspielen - das hat es beim Beach-Basketball in Mittweida lange nicht mehr gegeben. Zur zehnten Auflage des Turniers waren am Wochenende im Freibad immerhin 35 Teams (Männer, Frauen, Mixed) angetreten, exakt 43 Damen und 82 Herren. So gab es bei der Teilnehmerzahl wieder Zuwachs, was sich die Organisatoren der HSG Mittweida für das Jubiläum auch gewünscht hatten. Auch ein zweiter Wunsch ging in Erfüllung: Das Wetter spielte richtig mit.

Mittweidaer Männer in Form

Schon bei den Gruppenspielen am Samstag wurde auf den beiden Sandplätzen um jeden Ball gekämpft. Am Sonntag ging es dann in der K.o.-Runde richtig zur Sache, und für "Smokin' trees & strokin' threes" wurde es ein unerwarteter Lauf bis ins Finale. In der Vorrunde hatten die aktiven und ehemaligen HSG- Akteure Sebastian Reising, Lars Süchting, Peter Piepenbreier und Sanjin Kuko noch klar gegen "Stay Dirty" von der HSG um Steffen Kandler, Dominik Krumbiegel und Robert Fröhner verloren. Doch die mussten dann schon im Viertelfinale die Segel streichen.

Mit Glück und Geschick schafften es die "Smokin' trees" in Finale gegen den übermächtig erscheinenden Titelverteidiger "Air Force One Reloaded" aus Chemnitz, bei dem auch der HSG-Akteur Tobias Georgi spielte. Die Chemnitzer gerieten sogar in Rückstand, nutzen dann aber ihre Größenvorteile gnadenlos aus und gewannen 10:6. Zudem hatten sie auch einen Auswechselspieler mehr zur Verfügung.

Im Damenfinale musste sich "Das Team, das trinkt und trotzdem seine Leistung bringt" mit ehemaligen Mittweidaer Spielerinnen den Leipziger Damen von "Ohne Worte" mit 10:12 geschlagen geben. Für die "Vizemeister" war jedoch schon der Finaleinzug ein Grund zur Freude. "Die Alten sind zurück", sagte Franziska Nehl, die vor über zehn Jahren den Damenbasketball in Mittweida mit aufgebaut hat. Damals wie heute mit ihr im Team: Stefanie Körner und Sandra Werner. Und von "alt" kann bei ihnen nicht die Rede sein, denn die 30 steht noch vor ihnen. Die Mannschaft komplett machten Franziska Köbel und Anja Lukaschkowitz, die 2006 zum damaligen Oberliga-Team kam. "Für uns war der 2. Platz ein großer Erfolg", sagte Stefanie Körner. "Wir hatten in den Vorjahren schon einige Podestplätze, aber dieses Jahr war das schon eine Überraschung." Mit der neunten Teilnahme ist fast unveränderter Besetzung gehören die Damen zu den treuesten Teilnehmern.

Noch länger und damit von Beginn an sind nur die "Lübzer Lovers" um Sebastian Damm dabei. Und die inzwischen in ganz Deutschland verstreuten ehemaligen HSG-Akteure kommen immer noch gern: "Schon im Vorjahr ging ja das Gerücht um, dass wir aufhören", sagte Damm, der es dieses Mal mit seinen Jungs aber nicht ins Viertelfinale geschafft hat. Dennoch ist für ihn und viele weitere Basketballer das Beach-Turnier immer eine Art großes Klassentreffen, bei dem man einfach nicht fehlen darf.

Hallentraining steht bevor

Im Mixed setzte sich im Leipziger Duell "Korblega(h)" mit 15:14 gegen "Roes over Hoes" durch. Den Wettbewerb von der Dreierlinie ("Shoot-out") gewannen Jenny van Doorn aus Leipzig und "Roni", ein Spieler als Elsenfeld. Dominik Krumbiegel von der HSG war in der Vorrunde am Samstag bester Werfer, im Finale am Sonntag fehlte ihm das Glück. Im Wettbewerb an der Reaktionswand T-Wall waren Jasmin Theuerkauf (Dresden) und Felix Schneider (Mittweida) die Besten.

Beim Basketball in der Halle wird es für die Männer der HSG bald wieder ernst. Gestern Abend war eine Mannschaftssitzung anberaumt, um zunächst Klarheit über den neuen Kader zu haben. Ein Damenteam ist bei der HSG derzeit kein Thema.

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