70 Bürger fordern Wahlrecht vor Rathaus

Bürgerinitiative ruft zur Versammlung in Schlema - Kritik an Fusionsplänen

Bad Schlema/Aue.

Schätzungsweise 70 Bürger haben sich am Dienstagabend vor dem Bad Schlemaer Rathaus an einer als "Bürgerversammlung" bezeichneten Demonstration beteiligt. Mehrere Redner forderten, dass die Bürger selbst über die Fusionspläne mit der Stadt Aue abstimmen dürfen. Steffen Barth, Sohn des Bad Schlemaer Altbürgermeisters Konrad Barth, erklärte etwa: "Einige wenige entscheiden hier über die Köpfe der Leute hinweg. Es kann nicht sein, dass wir nur interessant sind, wenn es zur Wahlurne geht."

Organisiert hatte den Protest die Bürgerinitiative "Wir sind Bad Schlema". Die Mitglieder, darunter auch Barth, fordern bereits seit längerem, dass die Bürger in einem Entscheid über die geplante Kommunalfusion zum 1. Januar 2019 befragt werden. Ein entsprechendes Begehren dafür hatte der Gemeinderat zuletzt aber wegen mehrerer Formfehler für unzulässig erklärt. Dagegen legte die Initiative Widerspruch ein; diesen prüft derzeit die Kommunalaufsicht des Landratsamtes.

Bürgermeister Jens Müller (Freie Wähler) lief an der Demonstration am Dienstag nur vorbei - wegen eines Anschlusstermins, wie er "Freie Presse" sagte. Zum Protest meinte er: "Ich bezweifle, dass das was bringt." Der Einspruch gegen die Fusionspläne komme zu spät. Schon als der Gemeinderat im Dezember 2017 eine Zeitschiene zum Zusammengehen mit Aue verabschiedet hatte, hätten die Mitglieder ein Begehren starten müssen. Die Lage im Ort beschreibt er derzeit als angespannt.

Zum Protest lesen Sie einen ausführlichen Bericht in der Donnerstagsausgabe.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...