Abgeordneter plädiert für Aufnahme von Patienten

Alexander Krauß warnt vor verfrühter Aufhebung der Einschränkungen

Erzgebirge.

Tschechische Corona-Patienten im Erzgebirge aufzunehmen, dafür spricht sich der hiesige Bundestagsabgeordnete Alexander Krauß (CDU) aus. "In unserem Nachbarkreis auf böhmischer Seite ist das Virus außer Kontrolle geraten", begründet Krauß. In der Region Falkenau (Sokolov) liege die Inzidenz derzeit bei 1200, im Umkreis der Stadt Karlsbad bei 1070. In einer solchen Situation könnten die Intensivstationen auf deutscher Seite eine Entlastung sein. "Wir können helfen und wir sollten helfen", sagt Krauß. Das Verlegen von Patienten aus dem Karlsbader Kreis in andere Landesteile Tschechiens gelinge nur noch mit größten Anstrengungen, da fast alle Intensivbetten mittlerweile belegt seien. "Ich gehe davon aus, dass die Tschechische Republik in den kommenden Tagen ein Hilfsgesuch an Deutschland stellen wird", kündigt Krauß an. Der CDU-Politiker warnt davor, die Entwicklung in Tschechien zu unterschätzen. Die britische Mutation, die deutlich ansteckender sei, breite sich dort derzeit aus. "Wir dürfen jetzt nicht verspielen, was wir uns in den vergangenen Wochen durch die schmerzlichen Beschränkungen hart erarbeitet haben", sagt er mit Blick auf die Forderung, Einschränkungen für tschechische Arbeitnehmer aufzuheben. (fp)

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