Andrä will Verbot des Kopftuchs

Stadt Aue-Bad Schlema soll ein Zeichen setzen

Aue-Bad Schlema.

Ein Kopftuchverbot in den Grundschulen und Kindertageseinrichtungen der Stadt Aue-Bad Schlema möchte die Stadtratsfraktion Auer Liste der Unabhängigen (Aldu) durchsetzen. Stadtrat Tobias Andrä hat sich in einem Schreiben an den Amtsverweser der Stadt, Steffen Möckel, mit der Bitte gewandt, "umgehend zu prüfen, inwieweit ein solches Verbot durch eine entsprechende inhaltliche Ergänzung der Hausordnung zeitnah umgesetzt werden kann".

"Die Stadt Aue-Bad Schlema stand und steht für eine gelingende Integration. Deshalb verdienen gerade Religionsunmündige Mädchen im Kindesalter unseren besonderen Schutz und die Chance auf eine freie Persönlichkeitsentwicklung", heißt es in dem Schreiben. Andrä ist der Auffassung, dass das Kopftuch die spielerische, offene und erprobende Selbstentfaltungsfähigkeit der Kinder massiv einschränke. Die Kinder würden in ein konservativ-religiöses und traditionelles Welt- und Frauenbild eingepresst. Dem gelte es entschieden entgegen zu treten, unabhängig davon, ob ein oder 100 Mädchen konkret betroffen sind. "Ich bin dafür, dass man als Kommune ein Zeichen setzt", sagt Andrä. Ihm geht es um Mädchen unter 14 Jahren, "danach können sie selbst entscheiden".


Nachdem in Österreich ein entsprechendes Verbot erlassen wurde, wird auch in Deutschland die Debatte um ein solches geführt. (ike )

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