Angriff von Aue beschäftigt weiter Ermittler und Gemeinde

Die Staatsanwaltschaft ermittelt noch immer zu den genauen Hintergründen der Tat.

Aue-Bad Schlema/Dresden.

Sechs Wochen nach dem eskalierten Streit mit zwei Verletzten in einem Pfarrhaus in Aue sind die genauen Hintergründe der Tat weiter unklar. Die Ermittlungen zu dem Messerangriff am Heiligabend seien noch nicht abgeschlossen, teilte die Staatsanwaltschaft Chemnitz mit. In Untersuchungshaft sitzen ein 53 Jahre alter Syrer und sein minderjähriger Sohn, gegen zwei weitere Männer wird ermittelt.

Der 53-Jährige und ein Iraner sollen während einer Weihnachtsfeier für bedürftige Menschen in Streit geraten sein. Als der Streit eskalierte, wurde ein 51 Jahre alter Ehrenamtler beim Versuch zu schlichten mit einem Messer in die Seite gestochen. Auch der 34-Jährige aus dem Iran wurde leicht verletzt.

Dem damals schwer verletzten Gemeindehelfer Mike Weller geht es mittlerweile den Umständen entsprechend gut. «Ich bin einfach sehr dankbar, dass ich noch hier bin und dass so viele Anteil genommen haben», sagte er. Sein Ehrenamt will er fortsetzen. Pfarrer Jörgen Schubert will das Geschehen bei einem offenen Gemeindegespräch Ende März thematisieren. Der Vorfall erweckte viel Aufsehen. Hunderte folgten dem Demo-Aufruf eines lokalen NPD-Politikers. Die Gemeinde selbst widersprach der politischen Vereinnahmung der Tat. (dpa)


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