Arbeitslosigkeit steigt leicht

8627 Frauen und Männer sind im Erzgebirgskreis gegenwärtig ohne Arbeit. Aber die Region behauptet weiter ihren Spitzenplatz in Sachsen.

Aue/Schwarzenberg.

Die aktuellen Zahlen des Arbeitsmarktes im Erzgebirge sind nach wie vor stark von Corona beeinflusst, konstatiert Nino Sciretta. Nach Angaben des Leiters der Agentur für Arbeit in Annaberg-Buchholz ist die Anzahl der Arbeitslosen im Erzgebirgskreis gegenüber dem Vormonat um 269 gestiegen. Die Arbeitslosenquote klettert damit aktuell auf fünf Prozent.

Von den Folgen der Corona-Pandemie seien auf dem Arbeitsmarkt vor allem Jüngere betroffen, besonders die unter 25 Jahren. "Zur Zeit sind mehr als 1000 Jugendliche ohne Beschäftigung. Allein im August mussten sich 250 arbeitslos melden", konstatiert der Agenturchef. Das seien im Vergleich zum Vorjahr 270 Personen oder 35 Prozent mehr. "Das ist der höchste Anstieg unter allen Altersgruppen", so Sciretta.

Insgesamt weist die Statistik der hiesigen Agentur zum Ende des Monats August 8627 arbeitslose Frauen und Männer im Erzgebirgskreis aus. Mehr als 4000 von ihnen beziehen dabei Arbeitslosengeld I, was einem Zuwachs von 148 Personen entspricht. Reichlich 4500 von ihnen erhalten Arbeitslosengeld II - besser bekannt als Hartz IV. Das sind 121 mehr als im vorangegangenen Monat.

Mit diesen Zahlen bewege sich der Erzgebirgskreis gegenwärtig auf dem Niveau von 2016. Damit wird deutlich, sagt Nino Sciretta, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf den heimischen Arbeitsmarkt hat. Mit der Arbeitslosenquote von fünf Prozent behaupte die Region aber nach wie vor den Spitzenplatz innerhalb der sächsischen Landkreise. Das Schlusslicht bildet aktuell die Stadt Leipzig mit einer Quote von 8,4 Prozent.

Insgesamt stehen im Freistaat Sachsen zum Ende des Monats August 137.926 Frauen und Männer ohne sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu Buche - 3608 mehr als noch im Juli. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent. Innerhalb des Erzgebirgskreises behauptet weiterhin der Geschäftsstellenbereich Zschopau die Spitzenposition mit einer Quote von nur 4,3 Prozent. Die rote Laterne hält nach wie vor der Regionalbereich Aue mit einer Quote von 5,7 Prozent.

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