Auer Stadtverkehr soll sich nicht ändern

Der frühere Stadtrat Rudolf Martin hat sich einen Ringverkehr für die neue Einheitsstadt ausgedacht. Dafür gebe es jedoch keinen Bedarf, heißt es.

Aue-Bad Schlema.

Der Regionalverkehr Erzgebirge (RVE) hat Vorschläge für eine Erweiterung des Auer Stadtverkehrs nach der Fusion mit Bad Schlema geprüft, diese jedoch verworfen. "Wir gehen momentan davon aus, dass sich allein durch die Fusion der Kommunen Aue und Bad Schlema der Beförderungsbedarf nicht merklich geändert hat", sagte RVE-Geschäftsführer Roland Richter. "Wir behalten die weitere Entwicklung aber im Auge."

Der frühere Auer Stadtrat Rudolf Martin hatte zuvor einen Plan vorgelegt, wie er sich den künftigen Auer Stadtverkehr vorstellt. Durch den Zusammenschluss von Aue mit seinen Stadtteilen Neudörfel, Eichert, Brünlasberg und Alberoda mit der Gemeinde Bad Schlema und ihren Ortsteilen Oberschlema, Niederschlema und Wildbach mache sich ein funktionierender Stadtverkehr notwendig, hatte Martin erklärt.

Er schlug vor, einen Ringverkehr für Neudörfel, Eichert, Zelle, Helios-Klinikum und Alberoda mit Halt am Auer Bahnhof einzurichten. Ein zweiter Ringverkehr sollte den Brünlasberg, Bad Schlema und Wildbach bedienen und dabei auch das Krankenhaus Schneeberg, das Schneeberger Gewerbegebiet, den Auer Postplatz und den Auer Bahnhof ansteuern. Die Fahrten sollten alle 30 Minuten erfolgen und Busse mit je 20 Sitzplätzen, zehn Stehplätzen und zwei Plätzen für Kinderwagen oder Rollstühle eingesetzt werden. Am Wochenende sollten die Fahrten nur zweimal vormittags und zweimal nachmittags erfolgen.

Die Stadtverwaltung Aue äußerte sich skeptisch zu dem Plan. Der Vorschlag klinge zwar gut, doch müsse sich ein solcher Ringverkehr auch rechnen, sagte Stadtsprecherin Jana Hecker. "Nur aufgrund des Zusammenschlusses beider Kommunen haben sich die Wege für die Bürger nicht verändert. Zu besonderen Anlässen wie der Auer Shoppingnacht oder nächstes Jahr beim Tag der Sachsen setzt der RVE in Absprache mit uns bereits Sonderbusse ein." Hecker verwies darauf, dass die Entscheidung beim Regionalverkehr liege, der als Basis dafür Erhebungen der Fahrgastzahlen durchführe.

Der RVE aber sieht nicht genügend Fahrgäste für die vorgeschlagenen Ringlinien und glaubt, dass das bisherige Busangebot ausreicht. "Sowohl für die Ortslage Bad Schlema als auch für den Ortsteil Wildbach ist durch die Linien 364 und 365 bereits eine bedarfsorientierte Anbindung gegeben", sagt Geschäftsführer Roland Richter. "Sie wird durch eine Vielzahl von Regionalbuslinien entlang der B 169 weiter vervollständigt, etwa durch die 359 und 362."

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