Besucher fliegen per Film über Schanzen

Anlauf-Spursysteme hat Peter Riedel mit seiner Firma weltweit montiert. Nun lädt er in der Heimat zu einer Premiere ein.

Schwarzenberg.

Was macht dieser Peter Riedel eigentlich genau? Eine Frage, die viele Leute bewegt, wenn sie etwas hören, lesen oder sehen über Peter Riedel aus Tellerhäuser. Mit seiner in Raschau ansässigen Firma hat der unermüdliche Unternehmer auf inzwischen 61 Skisprungschanzen weltweit sein Anlaufspursystem eingebaut. "Wenn ich in der Heimat unterwegs bin, so wie kürzlich beim Damenskispringen in Pöhla, werde ich immer wieder gefragt, wie's läuft, wo wir zuletzt waren, was geplant ist. So kam die Idee auf, das alles mal in einem größeren Rahmen zu beantworten." Deshalb gibt es am 18. September in Schwarzenberg eine Premiere.

Erstmals öffentlich auf einer Großleinwand werden in einem Saal des Ring-Kinos faszinierende Bilder von einigen der schönsten Sprungschanzen der Welt zu sehen sein. Peter Riedel ist nicht nur Entwickler hochtechnologisierter Anlaufspuren, er ist Manager, Autor, Fotograf - und führt jetzt auch Regie. Seit 2015 dokumentiert er das, was seine Firma in aller Welt bekannt und gefragt macht, in eigenen Filmproduktionen. Und so sind im Zusammenwirken mit Kameramann Aris Bibudis aus Chemnitz beeindruckende Streifen entstanden. Sie lassen unter anderem die Schanzen von Innsbruck und Bischofshofen in Österreich, von Oslo und Vikersund in Norwegen in noch nie dagewesenem Licht erscheinen. Stets mit dem Bezug darauf, welche Spuren - im wahrsten Sinne - die Peter Riedel GmbH hinterließ. Das Überfliegen der Anlagen ermöglichte teilweise atemberaubende Perspektiven.

Moderieren wird den Premierenabend der Fernseh-Sportreporter Michael Drevenstedt. "Zwischen den Filmen gibt es weitere Infos, zudem Interviews", sagt Riedel. Da der Tausendsassa aus dem Erzgebirge rund 300 Tage im Jahr an Sprungschanzen zu finden ist, hochkarätige Wettkämpfe aus nächster Nähe verfolgt, Skisprung-Asse von einst und heute sowie die wichtigsten Macher des Weltcup-Geschehens persönlich kennt, hat er einiges zu zeigen und zu erzählen. Auf dem Weg von der kleinen Baufirma, mit der er als Bauingenieur 2005 startete, bis zum international renommierten Unternehmen hat er nie vergessen, wo er herkommt: "Ich bin eben ein Erzgebirger." Regionalität und Bodenständigkeit beweist Riedel mit seiner Firma und deren acht Arbeitsplätzen in Raschau, ebenso mit regionalen Projekten wie in Scheibenberg und mit dem Unterstützen von Vereinen.

Zu dieser Premiere am 18. September, 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) im Ring-Kino in Schwarzenberg ist der Eintritt frei. Es gibt 226 limitierte Sitzplätze, es sind schon mehr als 140 vergeben. Daher empfiehlt sich eine Reservierung unter Ruf 03774 23237.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...