Bundesstraße in Aue wird zum Nadelöhr

Wegen Bauarbeiten an der McDonalds-Kreuzung staut sich derzeit der Verkehr - zu Stoßzeiten mehrere hundert Meter weit. Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass sich die Lage bald entspannt.

Aue.

Für Autofahrer rund um Aue heißt es seit Kurzem: Geduld mitbringen. Wer vom Zentrum in Richtung Autobahnzubringer oder Lößnitz unterwegs ist, muss mal mit drei Minuten Verzögerung rechnen, mal mit zehn oder zwölf. Seit am Montag an der sogenannten McDonalds-Kreuzung gebaut wird, staut sich der Verkehr auf der Bundesstraße 169 - zu Stoßzeiten mehrere hundert Meter weit zurück bis auf Höhe des Bahnhofs.

Zehn Minuten, das klingt vielleicht nicht viel. Im Auto bei stockendem Verkehr verbracht, nervt aber jede einzelne davon. Ein Taxifahrer berichtet "Freie Presse" von einem "totalen Chaos". Vor allem vormittags bilde sich ein langer Stau. Das bestätigen auch Anwohner auf dem Zeller Berg. Am Montag, als die Baustelle eingerichtet wurde, sei es besonders schlimm gewesen, erzählt ein Ehepaar. Bekannte von ihnen hätten vom Brünlasberg bis nach Lößnitz gut eine halbe Stunde gebraucht. Inzwischen habe sich die Situation aber etwas entspannt. Tatsächlich hatte sich der Stau gestern Mittag sogar kurzzeitig komplett aufgelöst; nur Stunden zuvor staute sich der Verkehr jedoch noch bis zur Bahnhofsbrücke.

Rentnerin Gisela Lorenz registriert seit Montag ebenfalls deutlich mehr Verkehr vor ihrer Haustür. "Es stört mich sehr", sagt sie. "Auf der Bundesstraße ist zwar immer viel los, aber jetzt hört man keine Klingel mehr, wenn man in der Küche ist und das Fenster gekippt hat."

Die Ursache für den vielen Verkehr ist eine Baustelle. Das Landesstraßenbauamt lässt seit dieser Woche die Fahrbahn der Dr.-Otto-Nuschke-Straße auf einem 330 Meter langen Abschnitt verbreitern. So entsteht eine zusätzliche Linksabbiegespur in Richtung B 169 und eine Abbiegespur zum Netto-Markt oberhalb der Lindenstraße. Das soll helfen, die McDonalds-Kreuzung als Unfallschwerpunkt zu entschärfen.

Während der Arbeiten ist die Dr.-Otto-Nuschke-Straße aus Richtung Schwarzenberg im Baubereich halbseitig gesperrt. Die Folge: Autofahrer nehmen einen Umweg über die Bundesstraßen 101 und 169 mitten durch Aue. Das führt zu deutlich mehr Verkehr.

Obwohl die Dr.-Otto-Nuschke-Straße voraussichtlich noch bis Jahresende - und damit bis zum Ende der Arbeiten - halbseitig gesperrt bleibt, rechnet die Stadtverwaltung schon bald mit einer Entspannung der Situation. "Der Verkehrsfluss wird sich in den nächsten zwei, drei Tagen einpendeln", sagt Lutz Nauke vom Ordnungsamt der Stadt Aue. Einige Autofahrer würden erfahrungsgemäß Schleichwege nehmen, Pendler aus Richtung Schwarzenberg auf andere Routen ausweichen. Zu Stoßzeiten müsse aber weiter mit Staus bis auf Höhe des Jawoll-Marktes gerechnet werden, sagt er.

Kommt es in der kommenden Woche wider Erwarten zu längeren Rückstaus, will die Stadt aber reagieren. Sprecherin Jana Hecker erklärt: "Wir haben ein Auge auf die Situation und justieren gegebenenfalls nach." Möglich wäre laut Nauke etwa, die Grünphase an der McDonalds-Kreuzung zu verlängern.

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