Bundeswehr beendet Hilfe

Soldaten haben den Sachsenforst in den Wäldern des Erzgebirges im Kampf gegen den Borkenkäfer unterstützt. Das weckt die Hoffnung auf weitere Einsätze.

Erzgebirge.

Die Bundeswehr hat ihren Hilfseinsatz im sächsischen Landeswald beendet. Die Soldaten haben den Sachsenforst vier Wochen bei der Eingrenzung der extremen Massenvermehrung des Borkenkäfers unterstützt - auch in den erzgebirgischen Wäldern. Insgesamt waren die Soldatinnen und Soldaten dabei in 17 Revieren im Einsatz - unter anderem in den Forstbezirken Neudorf, Marienberg und Eibenstock.

Im Forstbezirk Neudorf waren beispielsweise 15 Bundeswehrsoldaten von der Unteroffiziersschule des Heeres im sächsischen Delitzsch und von der Luftwaffe im niedersächsischen Diepholz im Einsatz. Einer ihrer Einsatzorte war dabei das im Revier von Förster Jonathan Böhme in Crottendorf. Insgesamt haben die Helferinnen und Helfer in Uniform in 8200 Einsatzstunden etwa 2100 Kubikmeter Schadholz entrindet, zieht Renke Coordes Bilanz, Pressesprecher des Sachsenforstes. Diese Menge entspreche annähernd 85 Lkw-Ladungen oder 400 Hektar sanierter Waldfläche.

Dabei sei der Einsatz der Bundeswehr genau zur richtigen Zeit gekommen: "Durch die Fällung und Entrindung befallener Bäume wird die Entwicklung der sich darin vermehrenden Käfer gestoppt", erläutert der Behördensprecher. Durch diese frühzeitigen Maßnahmen habe an den Einsatzorten ein flächiges Absterben der umliegenden Fichtenbestände effektiv verhindert werden können. Auch Andreas Pommer, Revierförster in Eibenstock, weiß das Engagement der Soldaten zu schätzen: Das Entasten und Entrinden der Stämme sei eine althergebrachte Methode - personalintensiv, aber umweltschonend. "Wir hätten dafür gar nicht die Personalressourcen." Der Revierförster hofft auf die Fortsetzung des Bundeswehr-Einsatzes im Forst. (mit ike)

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