Danke-Stollen an Team für harte Arbeit

Stollenaktion: Menschen mit schweren Behinderungen leben im Heim der Diakonie in Eibenstock. Dass sie sich da zu Hause fühlen, dafür sorgen die Mitarbeiter.

Eibenstock.

Der Sohn von Gisela Porst ist von Geburt an ein Pflegefall. Der heute 39-Jährige ist einer von 26 Bewohnern im Wohnheim für Menschen mit Behinderung in Eibenstock, wo Susanne Guder, Elke Keller und Juliana Müller arbeiten. Die drei Frauen haben am gestrigen Montag ihre Frühstückspause unterbrochen für eine Überraschung, die vor der Tür wartete: Gisela Porst überreichte einen Stollen, den die Bernsbacher Bäckerei von Volkmar Ullmann im Rahmen der "Freie-Presse"-Dankeschön-Aktion zur Verfügung gestellt hatte.

"Den lassen wir uns zum Kaffee gut schmecken", sagte Susanne Guder. Sie gehört zu den Heilerziehungspflegern, die im Heim arbeiten. Insgesamt 20 Mitarbeiter teilen sich in das Dreischichtsystem und kümmern sich rund um die Uhr um die Bewohner. Es sind Menschen mit schwersten Behinderungen, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Auch für sie soll die Weihnachtszeit etwas Besonderes sein, und so werden etwa Plätzchen gebacken. An den Festtagen wird es laut Susanne Guder ruhiger im Heim, dann gehen viele Bewohner zu ihren Familien.

Doch gerade in den vergangenen Wochen waren die Mitarbeiter noch stärker als sonst gefordert, denn die Bewohner konnten nicht wie üblich an den Wochenenden nach Hause, da es auch in der Einrichtung Fälle von Corona-Erkrankungen gegeben hat. Die Einschränkungen sind mit dieser Woche wieder aufgehoben.

Gisela Porst zollt der Arbeit im Pflegeheim Anerkennung. "Das ist eine schwere Arbeit, und sie meistern das auch, obwohl derzeit nicht alle Mitarbeiter da sind", sagt die Bockauerin. Sie kann das gut einschätzen, weil sie selbst viele Jahre als Leiterin des pflegerischen Bereichs in der Notaufnahme des Helios-Klinikums in Aue tätig war. "Ich weiß meinen Sohn hier in guten Händen, ich kann jederzeit anrufen und bekomme immer freundlich Auskunft", erzählt sie. "Die Mitarbeiter haben sich diese Überraschung und das Dankeschön einfach verdient."

Aufruf Wen wollen Sie mit einem Stollen Danke sagen? Ihr Vorschläge können Sie machen unter Ruf 03771 594-13241 oder per E-Mail an red.aue@freiepresse.de.

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