E-Biker können kostenlos tanken

Im Touristenzentrum "Am Adlerfelsen" in Eibenstock sind Radfahrer gern gesehene Gäste. Jetzt sogar, wenn ihnen der Saft ausgeht.

Eibenstock.

Energie nachtanken können Pedalritter im Eibenstocker Touristenzentrum "Am Adlerfelsen" künftig nicht nur selbst während einer Rast. Wer dem Trend des elektrisch unterstützten Radfahrens folgt, braucht sich - zumindest im Umfeld der Bergstadt - um schwindende Akku-Leistung nun keine Sorgen mehr zu machen. "Zu diesem Schritt haben wir uns ganz bewusst entschieden", sagt Betriebsleiter Stefan Uhlmann. Denn immer öfter machen am Adlerfelsen und in der dazugehörigen Erlebniswelt E-Biker Station, die beispielsweise die Karlsroute als grenzüberschreitende Radtrasse erkunden. "Und immer wieder kam die Frage nach einer Ladestation. Diese bieten wir ab sofort an - kostenlos für die Nutzer."

Neben der neuen Beschilderung im Freizeitareal wurde auch dieses Vorhaben übers Leader-Programm zur Stärkung des ländlichen Raums gefördert. "Darüber sind wir froh. Denn wenn der Radtourismus entwickelt werden soll, braucht es Anlaufstellen wie diese", so Uhlmann. Bislang sucht der kostenlose Energie-Punkt seinesgleichen in der hiesigen Region, die sich in den vergangenen Jahren zunehmend dem Radtourismus verschrieben hat - um auch im Sommer ein attraktives Urlaubsziel zu werden. In 30 bis 35 Minuten sind die Akkus voll. "Die Kabel verleihen wir gegen Pfand." Zeitgleich können drei E-Bikes aufgetankt werden, erklärt Uhlmann und hat noch einen Tipp für alle Radler parat: "Wer mit der Sesselbahn auf den Gipfel fährt, kann sein Fahrrad mitnehmen und Muskelkraft für etwa 120 Höhenmeter sparen. Denn oben erreicht man dann über den Heckleithenweg und die Frühbußer Straße die Karlsroute."


Letztere - ein 2014 angeschobenes Vorhaben - verbindet Aue und Karlovy Vary sowie den Muldetal- und den Egerradweg miteinander. Der Ausbau der Trasse gehört bisher zu den größten Rad-Tourismus- Projekten im Erzgebirge. Inklusive der vier Nebenrouten misst die "Urstrecke" 160 Kilometer und hat eine Menge Sehenswertes zu bieten. Derzeit läuft die Erweiterung - um 50 Kilometer von Aue über Hartenstein und Oelsnitz/E. bis Chemnitz. Vier weitere Nebenrouten kommen dazu, darunter die Talsperrenrunde Eibenstock, die auch Schönheide und Stützengrün tangiert, sowie drei Extra-Schleifen auf tschechischer Seite: die Porzellanroute bei Nová Role, die Eisenroute bei Pernink sowie die Wistritzroute in der Region bei Abertamy.

Investiert wurden bisher knapp vier Millionen Euro, wovon 85 Prozent über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert worden sind. Mitte dieses Jahres soll auch die Expansion abgeschlossen sein. Somit kommt die kostenlose Ladestation für E-Biker am Adlerfelsen in Eibenstock genau richtig.

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