Eisenbrücke ist bald wieder offen

Das Bauwerk quert auf Bad Schlemaer Flur die Zwickauer Mulde und ist Teil des Projekts "Karlsroute II". Seine Erweiterung macht Sperrungen nötig, die nicht allen gefallen.

Bad Schlema/Aue.

Die Eisenbrücke in Bad Schlema ist seit Wochen gesperrt. Das hat Wanderer und Radfahrer auf die Palme gebracht. "Doch wir hoffen auf Verständnis", sagt Gudrun Langolf, Projektkoordinatorin vom Zweckverband Muldetalradweg mit Sitz in Eibenstock. Letzterer betreut das Millionenprojekt "Karlsroute II".

Die Radtrasse zwischen Karlovy Vary und Aue, die im zweiten Schritt nach Chemnitz verlängert wird, verläuft auch entlang des Wegs "An der Mulde" von Aue-Alberoda bis nach Bad Schlema zu besagter Eisenbrücke, die die Zwickauer Mulde quert. Dieser 3,4 Kilometer lange Abschnitt wird derzeit saniert und ausgebaut. Und auch an der Brücke muss einiges gemacht werden. So werden die Bohlen erneuert und ein Absturzschutz angebracht. Kosten: 138.000 Euro. Doch Leser Thomas Dumcke, leidenschaftlicher Radfahrer, wie er sagt, ärgert sich trotzdem. "Monate war die Brücke gesperrt, doch es passierte nichts. Und ausgeschildert ist auch nichts. Man steht davor - und es geht nicht weiter." Er hätte sich über einen Hinweis, etwa ein Schild, gefreut, damit man nicht in einer Sackgasse landet.

Gudrun Langolf versteht das. "Aber von beiden Seiten wird auf das Bauvorhaben hingewiesen." Ab Aue-Alberoda sei der Weg "An der Mulde" derzeit mit Vollsperrscheibe gekennzeichnet. "Und aus Richtung Bad Schlema haben wir eine Bauinformationstafel angebracht."

So werde die Eisenbrücke radwegtauglich gemacht - dank Absturzsicherung und neuem Belag. Dass sie gesperrt war, obwohl nichts geschah, sei dem Bauablauf geschuldet. "Wir mussten erst einige Dinge vermessen und Vorbereitungen treffen, auch gemäß des Denkmalschutzes", erklärt Langolf. Demnach wurden die Bohlen gelockert, um die neuen Halterungen für den Absturzschutz anzubringen. "Immer war da natürlich kein Baubetrieb, weil es Schritt für Schritt ging."

Sie wirbt um Verständnis - und die längste Zeit hat es gedauert. "Läuft alles wie geplant, wird die Brücke bis Ende August für Fußgänger und Radfahrer freigegeben." Da auch die erweiterte Karlsroute gen Chemnitz teils schon vorhandene Wege und Radstrecken nutzt, sei es nicht auszuschließen, dass es wegen Baumaßnahmen zu Sperrungen wie dieser kommt. "Damit müssen wir umgehen und wir bemühen uns stets, dass es nicht zu lange dauert", sagt Langolf. Fragen rund um den Streckenausbau - er soll bis 2019 abgeschlossen sein - beantworte sie jedermann gern. "Die Leute können sich jederzeit an uns wenden. Wir sind für Hinweise dankbar und geben Auskunft bei Fragen."

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