Investor hält an Bauplänen im Kurzentrum fest

An der Kur-Passage in Bad Schlema könnten in Zukunft weitere Läden und hochwertige Wohnungen entstehen. Einer bauwilligen Firma gibt die Stadt nun mehr Zeit.

Bad Schlema.

Noch ist es nur eine grüne Wiese, doch schon bald könnte zwischen dem Kurhotel und der Kur-Passage in Bad Schlema ein neues Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Das sehen erste Baupläne der RTLL Lewerenz Gruppe aus Kirchberg bei Zwickau vor. Die Firma hatte sich dafür im vergangenen Jahr eine Kaufoption auf mehrere Grundstücke im Kurviertel gesichert - im Wesentlichen handelt es sich um die Wiese unterhalb des Musikbrunnens. Nun hat die Stadtverwaltung von Aue-Bad Schlema mit Zustimmung des Verwaltungsausschusses diese Option noch einmal bis Mitte 2020 verlängert.

Eigentlich hatte sich der Investor bis Anfang dieses Jahres entscheiden müssen, ob er die Grundstücke erwerben will oder nicht. Laut Stadtverwaltung braucht das Unternehmen nun aber mehr Zeit, um das Vorhaben voranzutreiben. Es sei jedoch weiterhin an der Entwicklung der Flächen interessiert, heißt es. Wie Baubürgermeister Jens Müller (Freie Wähler) zur jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses erklärte, soll der Neubau den "Boulevard-Charakter" fortführen und eine "ansprechende Architektur" bieten. Neben Eigentumswohnungen gebe es Platz für Arztpraxen, eine Physiotherapie, eine Tagespflege und weitere Gewerbeflächen.


Auch von einem neuen Café ist die Rede. Bei dem Areal handle es sich um ein Filetgrundstück, erklärte Müller, ergänzte aber zugleich: "Es haben schon viele Investoren versucht. Alle sind bisher kläglich gescheitert." Übergangsstadtchef und Amtsverweser Steffen Möckel ist jedoch fest davon überzeugt, nun den richtigen Partner gefunden zu haben: "Es ist ein solventer Partner und kein holpriger Hase."

Den Verkehrswert der Grundstücke gab die Stadtverwaltung zuletzt mit fast 81.000 Euro an. Wie viel die RTLL Lewerenz Gruppe zusätzlich in das Gebäude investieren will, ist bis dato nicht bekannt. Ein Projektentwickler berichtete dem Stadtentwicklungsausschuss zwar vor kurzem über das Vorhaben - allerdings hinter verschlossenen Türen.

Sollte sich die Firma für den Bau aussprechen, gibt es noch ein Problem zu lösen: Im Kurzentrum werden absehbar die Stellflächen rar. Wie in der Sitzung des Verwaltungsausschusses zu hören war, liebäugelt die Stadtverwaltung deshalb mit der Idee, das benachbarte Parkhaus zu erweitern.

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