Jedes Zimmer kann zum Sinnesraum werden

Die Brünlasbergschule Aue hat einen "Snoozelwagen" erhalten. Durch diese Spende bekommen die Schüler öfter die Möglichkeit zum Tasten.

Aue.

Die Kinder und Jugendlichen der Brünlasbergschule Aue, einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung, haben sich am Mittwoch riesig gefreut. Die Einrichtung erhielt eine Spende aus dem Allianz-Kinderhilfsfonds. Für die Schüler gab es ein Sport- und Bewegungstuch, ein sogenanntes Rondotuch, eine Spielzeugtonne und einen Snoozelwagen (Sinneswagen). Zwar gibt es in der Einrichtung auf dem Brünlasberg bereits einen Snoozelraum, doch dieser sei ganz oft belegt. Der Snoozelwagen - im Wert von zirka 1300 Euro - kann flexibel eingesetzt werden. "Jedes Zimmer werde so, beispielsweise für unsere Rollstuhlfahrer, zum Snoozelraum", sagt Lehrerin Romy Pirstadt. Ein Snoozelraum ist ein Raum zum Tasten, Sehen, Hören und Empfinden. Und auch das Rondotuch bringe viel, weil Motorik geschult und die Teamfähigkeit gefördert werde.

Zu verdanken sind die Spenden der Allianz Hauptvertreterin Sabine Böhm aus Schneeberg: "Vertreter unserer Versicherung, die sich wie ich sozial engagieren möchten und ein Förderprojekt haben, das den Ansprüchen der Vorgaben entspricht, konnten einen Antrag an den Kinderhilfsfonds stellen." Dieser wurde in Berlin genehmigt. Allerdings gehe es immer um Nachhaltigkeit.

Thomas Häcker, Geschäftsführer des Vereins Förderer und Freunde geistig behinderter Kinder und Jugendlicher Aue-Schlema, freute sich über die große Unterstützung. "Hier wurden Wünsche erfüllt, die schon lang auf der Liste standen, für die aber das Geld fehlte", sagt Häcker, dessen Verein unter anderem einen kleinen Bus, einen Neunsitzer, für die Schule unterhält. Zudem organisieren die Vereinsmitglieder alljährlich Ausfahrten zum Kindertag. "Diesmal allerdings durfte jede Klasse selbst entscheiden, was sie zum Kindertag machen will", sagt der Vereinsvorsitzende.

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