Kuhherde büxt aus und löst in Aue einen Polizeieinsatz aus

Einen kuriosen Einsatz hatten Beamte unlängst in der Brücken-Stadt. Sie mussten beim Einfangen von 38 Kühen helfen.

Aue.

In Aue war letztens tierisch was los. Wie erst gestern bekannt wurde, ist am vergangenen Wochenende eine Kuhherde über den Zeller Berg gestreift. Laut Polizei hatten sich am Samstagnachmittag insgesamt 38Tiere von einer Weide in Lößnitz losgemacht und waren durch den Wald in Richtung Aue gelaufen. Eine Augenzeugin berichtet: "So etwas habe ich noch nicht erlebt. Die Kühe kamen plötzlich die Lindenstraße heruntergelaufen." Mehrere Leute hätten später versucht, die Tiere zusammenzutreiben. "Das hat fast eine Stunde gedauert."

Vermutlich hatten Blitz und Donner die Kühe, die sich im Bereich des Unteren Bahnhofs in Lößnitz aufhielten, erschreckt. Laut Polizeisprecherin Jana Ulbricht ging gegen 15Uhr bei den Beamten eine Meldung ein. "Mehrere Kühe hatten das Weite gesucht. Ein Teil der Herde lief zum Helios-Klinikum in Aue, ein Teil zu McDonalds." Schäden seien auf der Flucht nicht entstanden. Offenbar kam es aber rund um die Dr.-Otto-Nuschke-Straße zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen.

Laut Augenzeugin waren mehrere Kühe über die Gartenstraße bis in das Klinikareal hinein gelaufen. Dort versuchten dann Polizisten, der Landwirt und mehrere Helfer, die Tiere wieder einzufangen. Auf einem Anhänger wurden die Kühe gegen 18 Uhr schließlich abtransportiert. "Es waren mehrere Schaulustige da", erzählt die Auerin. "Und im Klinikum ging ein Fenster nach dem anderen auf. Es war richtig was los auf dem Zeller Berg."

Für die Polizei ist der Einsatz aber eher Routine gewesen. Wie Sprecherin Ulbricht sagt, kommt es immer wieder vor, dass Tiere ausbüxen. "Vor kurzem gab es erst einen Fall in Mittelsachsen." Dort hatten sich im Mai zwei Milchkühe vom Acker gemacht und waren von Augustusburg bis nach Flöha gelaufen.

Dass die tierische Flut nach Aue jetzt publik wurde, ist Lesern der "Freien Presse" zu verdanken, die sich an die Redaktion wandten. Denn die Polizei hatte zunächst nicht über den Einsatz berichtet. Wie Ulbricht erklärt, hatte das mit einem Großeinsatz in Limbach-Oberfrohna zu tun. Dort war seit Sonntag nach dem mutmaßlich bewaffneten Hartmannsdorfer gesucht worden. "Da blieb die Meldung mit den Kühen einfach liegen", sagt sie.

Gute Nachricht zum Schluss: Den Kühen geht es gut. Laut Polizei sind alle Tiere wohlbehalten zurück bei ihrem Besitzer.

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