Lößnitz und Aue werben für Chemnitz

In knapp drei Wochen entscheidet sich, wie die Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2025 heißt. Städte der Region zeigen Flagge, oder besser: Schild.

Lößnitz/Aue.

Mitarbeiter der Bauhöfe von Lößnitz und Aue waren am gestrigen Freitag unterwegs, um neue Schilder an ihren Ortseingängen zu befestigen: "Gemeinsam 2025 Kulturhauptstadt Europas werden!" Beworben hat sich Chemnitz; 27 Städte und Gemeinden aus dem Umland wollen helfen, dass die ehemalige Bezirksstadt den Titel holt. Elf dieser Kommunen machen ihre Unterstützung durch Schilder deutlich. Neben Lößnitz und Aue sind das Zschopau, Thalheim, Burkhardtsdorf, Amtsberg, Oelsnitz/E., Burgstädt, Augustusburg, Lichtenau und Limbach-Oberfrohna.

"Mit den Schildern wollen wir unter den Bürgern bekannt machen, dass wir Chemnitz unterstützen", sagt Frank Rother, der in Lößnitz für Kultur zuständige Amtsleiter. Seit Wochen liegen in Geschäften der Muhme Aufkleber aus, die ebenfalls für eine Kulturhauptstadt Chemnitz werben. Rund 20 Lößnitzer haben bis jetzt in zwei Workshops erste Ideen ausgearbeitet, wie der Titel Kulturhauptstadt mit Leben erfüllt werden kann. Falls sich Chemnitz am 28. Oktober gegen seine Mitbewerber Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg durchsetzt, soll die Planung von Kulturaktionen erst so richtig losgehen.

"Bekommt Chemnitz den Zuschlag, haben alle etwas davon", sagt Christof Schulze, der zum Lößnitzer Bürger-Team gehört. "Wir erhalten Gelder und können ein richtig schönes Programm gestalten. Es würde unsere Region über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt machen. Es gibt Touristen, die klappern sämtliche Kulturhauptstädte ab."

Einen Vorgeschmack auf kommende Kunstaktionen soll das "Hutfestival on Tour" im Muhme-Campus am morgigen Sonntag geben. 17 bis 18 Uhr sorgen Straßenkünstler für Unterhaltung (Eintritt frei). Die große Version lockte im Vorjahr 65.000 Besucher nach Chemnitz.

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