Lößnitzer Stadtpark sieht wieder aus wie alt

Nach einem Jahr Bauzeit ist die Grünanlage jetzt neu übergeben worden - zusammen mit einer Skulptur, um die noch ein Rätsel zu lösen ist.

Lößnitz.

Nach einer Sanierung sollte man eigentlich schreiben, dass etwas wie neu geworden ist, im Fall des Lößnitzer Stadtparks aber darf man es anders formulieren. Die grüne Oase an der B 169 ist am Donnerstag nach rund einjähriger Bauzeit wie alt übergeben worden.

Weil der Bereich des Parks, auf den sich die Arbeiten konzentriert haben, unter Denkmalschutz steht, wurde der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt. Der Lößnitzer Stadtpark sieht jetzt in etwa so aus, wie er in den Jahren 1936 bis 1939 angelegt worden ist. Die alten Bäume sind dieselben wie vor der Sanierung, aber etliche Details lassen eine Veränderung erkennen.

Bürgermeister Alexander Troll verwies auf die 25 Bänke aus weiß beschichtetem Holz mit Stahlgestellen, die auf Betonblockfüßen ruhen. Ja, da ist ein gewisser alter Charme zu spüren. "Auch die Bepflanzung wurde an das historische Vorbild angeglichen", sagte Troll. Die Architekten haben sich an verblichenen Fotos und Skizzen orientiert.

Rund 376.000 Euro hat die Stadt in die Sanierung gesteckt, 80 Prozent waren Fördermittel. Im September folgen Papierkörbe, ebenfalls nach historischem Vorbild, der Springbrunnen soll auf sechs Meter Durchmesser schrumpfen, aber wieder eine drei Meter hohe Fontäne erhalten. Auch zwei Berglöwen-Skulpturen werden zurückkehren.

Eine Marmor-Plastik ist am Donnerstag nach Restaurierung frisch enthüllt worden. Die Lößnitzer nennen sie die "Unglückliche Liebe", einer ersten Expertise zufolge stellt sie wohl die Elfenkönigin Titania aus William Shakespeares "Sommernachtstraum" dar. "Das werden wir perspektivisch in einem Schulprojekt genauer untersuchen lassen", kündigte Bürgermeister Troll an.

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