Mini-Gärtner pflanzen Gemüse

Salat statt Süßigkeiten: Im Albernauer Kindergarten setzt man auf gesunde Ernährung. Dafür packen auch die Kinder mit an.

Zschorlau.

Die vierjährige Lena macht mit ihrer Hand ein Loch in die Erde. Wie ein Maulwurf, hat Bianka Renker den Mädchen und Jungen im Albernauer Kindergarten "Sonnenblume" zuvor erklärt. Sie gehört zum Pflanzteam der Edeka-Stiftung, die der Einrichtung ein Hochbeet zur Verfügung gestellt hat.

In die Erde kommen insgesamt 32 kleine Pflänzchen: Gurke, Kohlrabi, Rucola, Mangold, Radieschen, Rote Rüben und der Salat Lollo rosso. Bianka Renker erklärt zu jeder Gemüsesorte, was man damit anstellen kann. Sie sollen eine gesunde Alternative zu Milchschnitte und anderen süßen Snacks sein. Auf die Frage, wozu eine Pflanze Wurzeln braucht, haben die Kinder gleich mehrere Antworten parat: "Damit die schön wächst. Wenn der Wind kommt, kann sie sich in der Erde damit festhalten. Und sie holt sich damit Wasser."


Nicht nur das Gießen, sondern auch Unkraut jäten, wird als Aufgabe auf die kleinen Gärtner zukommen. Als Extra bekamen sie gestern Schürzen und kleine Gießkannen. Die Erzieherinnen um Leiterin Ines Schulz haben vor der Anlieferung des Hochbeets mit den zehn Kindern, die am Gartenprojekt beteiligt sind, besprochen, dass sie nun regelmäßig schauen müssen, wie es den Pflanzen geht. "Bis zur Ernte, wir wollen das Gemüse ja für unsere gesunde Ernährung mit zum Einsatz bringen", so die Leiterin der Johanniter-Kindertagesstätte. Eine Gemüse- und Obstvesper gibt es für die Kinder bereits zweimal in der Woche. Dann geben auch die Eltern ihren Sprösslingen etwas für das gesunde Buffet mit. "Wichtig ist uns, dass das Angebot vielfältig ist, damit jedes Kind etwas findet, was ihm schmeckt", so Ines Schulz. Selbst Kinder, die sonst eigentlich nur Apfel essen, probieren in der Gruppe auch mal etwas anderes, so die Erfahrung der Erzieherinnen.

Ines Schulz schätzt ein, dass sich die Einstellung zur gesunden Ernährung ihrer Kinder bei vielen Eltern schon geändert hat. Bei manchen halten sich aber eben auch überzuckerte Getränke. Ungesüßter Tee und Apfelsaft, der stark mit Wasser verdünnt wird, haben sich als Durstlöscher in der Einrichtung jedoch durchgesetzt.

Zum Projekt rund um die gesunde Lebensweise gehört auch die Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund, der am 12. Juni im Albernauer Kindergarten zu Gast ist. An diesem Tag werden Übungen mit den Kindern durchgeführt, die eine Einschätzung zu deren Fitness erlauben.

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