Mit der Helferin des Weihnachtsmannes auf Tour

Advent Hektik statt vorweihnachtliche Gemütlichkeit, Arbeitsstress statt Besinnlichkeit. Wie kommt bei Erzgebirgern trotzdem Vorfreude auf? Heute: die Postzustellerin.

Schneeberg.

Weihnachten ist nicht nur ein Fest der Besinnlichkeit, sondern auch der Geschenke. Viele dieser kleinen und großen Aufmerksamkeiten, die dann liebevoll verpackt in der Region unter dem Weihnachtsbaum liegen, hat Dominika Schramm durchs Erzgebirge gefahren. Die 33-Jährige arbeitet als sogenannte Verbundzustellerin für die Deutsche Post. Während es sich andere in der Vorweihnachtszeit gemütlich machen, hat sie derzeit besonders viel zu tun. "Normalerweise stelle ich 80 Pakete zu, derzeit sind es rund 125", sagt sie. Auch die Anzahl der Briefe, die sie verteilt, steigt dank der vielen Grüße zum Jahresende auf reichlich 1000. Bis zu 80 Kilometer ist sie täglich mit ihrem auffälligen gelben Posttransporter unterwegs. "Meine Tour führt durch Schneeberg, Hartenstein, Bad Schlema, Wildbach und Zschorlau."

Und auch wenn sich die Sendungen in ihrem Auto stapeln, hat die Postmitarbeiterin gute Laune: "Gerade im ländlichen Bereich sind die Empfänger sehr nett. Da ist es leicht, die Pakete und Briefe an die Frau oder den Mann zu bringen."

"Meine Schicht geht am 24. Dezember bis 15 Uhr", erklärt Dominika Schramm. Dann kann sie zwei Tage durchatmen, danach geht es weiter. Denn nach den Feiertagen nimmt die Zahl der Sendungen nicht ab. Insgesamt steigen in der Adventszeit die Paketsendungen innerhalb Deutschlands von fünf auf elf Millionen. "Das geht ab dem Buß- und Bettag los", sagt die Zustellerin.

Im Jahr 2012 hat Dominika Schramm bei der Post begonnen. War sie zunächst in Chemnitz beschäftigt, ist sie nun in der Schneeberger Niederlassung als Teamleiterin für 43Mitarbeiter verantwortlich. Zudem geht die 33-Jährige täglich mit auf Tour.

Bestellt sie, obwohl sie täglich so viele Päckchen ausfährt, eigentlich selbst im Internet? "Ja, das ist schon bequem, vor allem wenn man wenig Zeit hat, in die Innenstädte zum Einkaufen zu gehen", sagt sie. Und sie verstehe deshalb auch ihre Kunden im ländlichen Raum gut. "Dort, wo es nur noch wenige Geschäfte gibt, wird eben gern auf die Einkaufsmöglichkeiten im Internet zurückgegriffen." Klar, das bedeutet für sie mehr Pakete, doch so lange kein Schnee ihre Arbeit erschwert, macht ihr die Fahrt quasi als Helferin des Weihnachtsmannes großen Spaß.

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