Museum erinnert an Rot-Kreuz-Frauen

Das Rot-Kreuz-Museum in Beierfeld erinnert an den Albertverein. Die Sonderschau überrascht mit seltenen Exponaten.

Grünhain-Beierfeld.

Das kleine Zimmer unterm Dach im Rot-Kreuz-Museum Beierfeld ist mit der neuen Sonderausstellung, die an die Gründung des Albertvereins vor 150 Jahren erinnert, ein Anziehungspunkt. In Vitrinen präsentiert die Museumsgruppe um Leiter André Uebe Exponate, die einen Einblick in frühere Möglichkeiten der Krankenversorgung erlauben. Blickfänge sind zwei große Dioramen. Das eine zeigt die sächsische Kronprinzessin Carola, die den Albertverein und damit den Frauenverein im Roten Kreuz gegründet hat, an einem Krankenbett. Diese Szene ist einem Bild nachempfunden, das ebenfalls in der Ausstellung gezeigt wird.

Die Idee dazu stammt von Uebe. Er weiß, dass er seine Mitstreiter oft vor schwierige Aufgaben stellt. "Die Dioramen sollen die Ausstellung aufwerten und die damalige Zeit greifbar nachbilden", sagt er.


In ganz Sachsen gab es 67 Albert-Zweigvereine. Sie haben sich hauptsächlich der Krankenpflege gewidmet. "Es gab viele Krankenhäuser, in denen die Albertina tätig waren", erzählt der Museumsleiter.

Besonders gelungen ist, dass die Besucher nicht von langen Texten erschlagen werden, sondern dass die längst vergangenen Zeiten durch Exponate greifbar werden. "Der überwiegende Teil stammt aus unserem Fundus", so Uebe. "Aber um die Ausstellung interessanter zu gestalten, haben wir auch viele Leihgaben erhalten. Sie kommen beispielsweise aus Bochum, Luckenwalde, Dresden und Leipzig."

Zu den besonderen Exponaten gehören laut Uebe beispielsweise ein goldenes Oberinnenkreuz, das es vermutlich nur noch einmal gibt, und ein Gründungsstatut von 1867, dem Jahr, in dem der Albertverein gegründet wurde. Darüber hinaus gibt es verschiedene andere Zeitzeugen aus den Gründungsjahren des Albertvereins zu sehen, zum Beispiel Postkarten, Briefe und Bücher. "Das sind Unikate, die es nicht noch einmal gibt", sagt André Uebe.

Das Museum hat Dienstag und Donnerstag von 9 bis 17.30 Uhr sowie Mittwoch von 9 bis 12:00 Uhr geöffnet. Zudem ist jeden 1. Samstag im Monat von 13:00 bis 17:30 Uhr offen.

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