Neue Leitung für Fernwärme wird teurer als geplant

Wetterlage 2018 schmälert zudem Überschuss von Lößnitzer Eigenbetrieb

Lößnitz.

Durch die lange Hitzeperiode 2018 hat der Lößnitzer Eigenbetrieb Fernwärmeversorgung einen geringeren Jahresüberschuss erwirtschaftet als im Jahr davor. "Wegen der hohen Temperaturen haben wir weniger Wärme verkauft", informierte Betriebsleiter Steffen Höll die Stadträte während der jüngsten Sitzung. Das Wetter sei zumindest ein Grund für den Rückgang gewesen. Lag der Überschuss 2017 bei mehr als 326.000 Euro, betrug er voriges Jahr knapp 213.700 Euro.

Dieses Geld behält das Unternehmen nur zum Teil. 120.000 Euro fließen mit Zustimmung der Räte ins Säckel der Stadt. Die muss davon indes Kapitalertragssteuer und Solidaritätszuschlag abführen. Daher bleiben gut 97.000 Euro übrig. Knapp 93.700 Euro legt der Eigenbetrieb Fernwärmeversorgung für Investitionen zurück. So fürs Erweitern des Fernwärmenetzes. Derzeit passiert das in der Straße Obergraben. Bei deren grundhaftem Ausbau wird eine Fernwärmeleitung mit verlegt, um Hauseigentümern den Wechsel zu dieser Versorgungsart zu ermöglichen. Anfangs sei der Zuspruch nicht so groß gewesen. Mittlerweile zeigten sich von 46 Hausbesitzern knapp 40 interessiert. Ein Zwang zum Anschluss bestehe nicht, so Steffen Höll. Allerdings wird das Verlegen der Leitung teurer als gedacht. So musste eine Gasleitung umverlegt werden. Sie befand sich exakt da, wo die Fernwärmeleitung hinkommen muss. Um Rohrdurchbrüche in einigen Außenwänden zu stabilisieren, war es zudem nötig, besondere Mauerhülsen zu kaufen. Man habe 30 angeschafft. Die reichen für 15 Gebäude. Sollten für die aktuelle Maßnahme nicht alle benötigt werden, könne man sie bei der künftigen Erweiterung des Fernwärmenetzes nutzen. Um Häuser zu sichern, mussten die Bauleute stellenweise auch Flüssigbeton einbauen, was die Kosten ebenfalls erhöhte.

Insgesamt stiegen die von geplanten 601.640 Euro netto auf 694.831 Euro. Der Stadtrat hat den Mehraufwand abgesegnet. Um die Bauarbeiten nicht auszubremsen, hatte der Eigenbetrieb die Steigerung bereits akzeptiert. Auf künftige Fernwärmenutzer habe das alles keine Auswirkungen, so Höll. Sie müssen für ihre Anschlüsse nicht mehr zahlen.

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