Schneeberger Markt heimst viel Lob ein - und etwas Kritik

Nach einem mittelmäßigen Ergebnis 2012 konnte die Bergstadt dieses Jahr überzeugen. Für einen Spitzenplatz reicht es dennoch nicht. Schuld ist die Parkplatz-Situation.

Schneeberg.

Eine glatte Zwei gibt es für Schneeberg beim diesjährigen Weihnachtsmarkttest des Radiosenders MDR. Damit lag die Stadt gestern allerdings abgeschlagen von den Spitzenpositionen auf Rang sechs - gleichauf mit Freiberg, aber hinter dem neuen Spitzenreiter Marienberg (1,6), Sebnitz bei Pirna (1,7) und den Städten Zwönitz, Zwickau und Auerbach (1,8). Ob es aber auch am Ende für den sechsten Platz reicht, ist offen. Denn von insgesamt 26 Märkten hat Moderator Silvio Zschage erst die Hälfte besucht.

Wie überall wurden in Schneeberg am Dienstag 100 Marktbesucher befragt. Das Motto: Wie familienfreundlich ist der Markt?

Nachdem ein früherer Test im Jahr 2012 mit eher durchwachsenem Ergebnis und der Note 2,8 endete, waren Besucher diesmal insgesamt zufriedener, lobten etwa, dass viele der Buden auf dem Markt den umliegenden Häusern nachempfunden sind. Auch die große Fichte mit über 600 Lichtern, die Kinder-Eisenbahn und die typisch erzgebirgische Pyramide kamen gut an. Ein großes Lob gab es zudem für die vergleichsweise günstigen Preise. Zwei Euro für eine Runde auf dem Karussell, 3 Euro für einen Glühwein, 50 Cent als Eintritt für die Toilette - das sei sehr gut, so das Urteil.

Kritik äußerten Besucher hingegen an der weihnachtlichen Dekoration der Buden. Da geht noch mehr, meinten einige. Und: Auf der großen Bühne wurde am Nachmittag ein Programm vermisst. Auch eine Bastel- und Backstube wünschten sich einige Eltern. Die meiste Kritik gab es jedoch für fehlende Parkplätze. Laut MDR seien diese teils nicht ausgeschildert, teils nicht vorhanden gewesen.

In der Stadtverwaltung ist man mit dem Gesamtergebnis zufrieden. "Wir freuen uns", sagt Markt-Organisatorin Heidi Schmidt. "Es gibt uns Motivation, weiter so zu machen." Zur Kritik an fehlenden Parkplätzen erklärt sie: "Wir sind eine Kleinstadt mit komprimiertem Zentrum." Parkplätze seien da knapp - auch zu Zeiten, wenn kein Weihnachtsmarkt ist. Gäste würden deshalb mit Schildern auf die kostenfreien Stellplätze auf dem Platz unter den Linden hingewiesen.

Für die nächsten Jahre kündigt Heidi Schmidt an, an weiteren Stellschrauben drehen zu wollen, etwa der Dekoration der Buden. "Da gibt es Reserven." Auch die Weihnachtsbeleuchtung des Marktes könnte eines Tages auf den Prüfstand kommen. Heidi Schmidt sagt dazu: "Vielleicht erweitern wir die Beleuchtung auf die Nebenstraßen."

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