Seit 30 Jahren Pflege im Johanniterhaus

Die Lößnitzer Einrichtung kümmert sich seit 1989 um Menschen, die nicht mehr allein klarkommen. Fünf Mitarbeiter sind von Anfang an dabei.

Lößnitz.

Doppelten Grund zum Feiern hat es am Mittwoch im Johanniterhaus "Am Berg" in Lößnitz gegeben. Die Pflegeeinrichtung blickte auf 30-jähriges Bestehen zurück. Gleichzeitig wurden Mitarbeiter geehrt, die seit den ersten Tagen dabei sind. Das betrifft fünf Pflegekräfte - und zwei Bewohner. "Meine 49-jährige Tochter Evi ist seit 30 Jahren hier untergebracht. Für mich ist das eine enorme Erleichterung. Ich hätte nie arbeiten gehen können, wenn ich die Hilfe nicht gehabt hätte", sagt Gisela Preiß aus Alberoda.

Ines Schubert und Heike Günther gehören zu den altgedienten Pflegekräften. "Die Arbeit ist im Vergleich zu früher schwerer geworden, da immer mehr Bewohner mit einer höheren Pflegestufe einziehen", berichtet Ines Schubert. "Heute gibt es allerdings auch viel mehr technische Hilfsmittel, damit die Bewohner besser am Leben teilnehmen können und die Arbeit der Pflegekräfte ein wenig erleichtert wird."


Als das Johanniterhaus "Am Berg" am 31. August 1989 eröffnet wurde, gab es einen großen Bedarf an Pflegeplätzen und betreutem Wohnen. Damals umfasste das Haus zwei Stationen, die mit insgesamt 72 Betten ausgestattet waren. Die Bewohner kamen aus dem Pflegeheim Schlema, weil dieses zu der Zeit modernisiert wurde. "Ein großer Teil ist nach dem Abschluss der Modernisierung in Lößnitz geblieben", erinnert sich Kerstin Stephan. Auch die Pflegedienstleiterin ist seit der Eröffnung in der Einrichtung tätig.

Ende 1989 öffnete eine weitere Station mit 36 Betten, sodass das Pflegeheim mit dann 108 Betten sowie 80 Plätzen für betreutes Wohnen voll belegt war. Eine vierte Station mit 30 Betten kam Mitte der 1990er-Jahre dazu. 1996 übernahm die Johanniter-Unfallhilfe die Trägerschaft vom Landkreis Aue-Schwarzenberg. Das Pflegeheim gehört seit 2008 zur Johanniter Seniorenhäuser GmbH, die bundesweit 98 Pflegeeinrichtungen betreibt.

Von 2002 bis 2004 wurde das Heim umfangreich saniert. Insgesamt 13 Millionen Euro wurden investiert. Seitdem sind 114 Einzelzimmer und fünf Doppelzimmer vorhanden, Plätze für betreutes Wohnen gibt es nicht mehr. Aktuell hat das Johanniterhaus etwa 95 Mitarbeiter, davon sind 65 Pflegekräfte.

Neueste Pläne: Das Johanniterhaus soll bis Ende 2020 einen Anbau mit 20 Tagespflegeplätzen, 21 Wohnungen und 24 Plätzen in zwei Wohngruppen erhalten. Das kostet vier Millionen Euro, 159.000 Euro kommen aus der Fernsehlotterie.

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