Skulpturensucher treffen Zeitzeugen

Heimatfreunde auf der Spur der steinernen Nixe im einstigen Freibad Hakenkrümme

Aue.

Diesen Spruch gibt Ralf Ebert gerne zum Besten: "Eine Nixe kann untertauchen. Sie kann aber auch wieder auftauchen." Gemeint ist damit eine Skulptur, die der Dresdner Bildhauer Eugen Hoffmann (1892-1954) einst für das Auer Freibad in der Hakenkrümme geschaffen hatte. Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Wismut die Hakenkrümme in Beschlag nahm, wurde das Freibad zugeschüttet - und mit ihm die steinerne Nixe. Später kamen Hausmüll und Bauschutt obendrauf. Nun ist die Wismut dabei, die Altlasten in der Hakenkrümme zu verwahren - was Heimatfreunde wie Ralf Ebert und Jens Spittler als einmalige Chance ansehen, im Zusammenwirken mit den Sanierern der Nixe auf die Spur zu kommen. Anhand alter Fotos und Geländerisse könne man nachvollziehen, wo die Figur stand. Als "Freie Presse" erstmals über das Anliegen der Heimatfreunde und ihre bisherigen Ergebnisse berichtete, meldeten sich Zeitzeugen, die als Jugendliche in der Hakenkrümme gespielt hatten und da die schon halb verschüttete Nix sahen, die aber nur noch einen Arm hatte. Nach einem ersten Treffen mit den Zeitzeugen, die Angaben zum Standort machten, gibt es am Donnerstag einen weiteren Vor-Ort-Termin, zu dem sich auch der MDR angesagt hat. (stl)

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