Spezialbürsten im Millimeterbereich

Wolfgang Schreiter stellt eine Vielzahl von Bürsten für die Reinigung von technischen Geräten her. Darunter sind auch Minis, die mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen sind.

Stützengrün.

Die kleinste Bürste, die Wolfgang Schreiter herstellt, ist gerade einmal zwei Millimeter groß. Insgesamt hat er rund 400 verschiedene Bürstengrößen und -arten im Sortiment. "Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten: Naturbürsten aus Schweinsborste, Ziegenhaar oder Rosshaar sowie Kunststoffbürsten", erklärt der 70-Jährige.

Seit 18 Jahren ist er als Bürstenmacher tätig. Über die Jahre hat er sich allerdings auf die Herstellung von Spezialbürsten im Millimeterbereich spezialisiert. Dazu gehören rostfreie Schlauchbürsten, Zylinderbürsten, Mini-Bürsten, Airbrush-Reinigungssets, Düsenbürsten oder auch Reinigungsbürsten. Seine Produkte eignen sich unter anderem für Gastrobetriebe, den Modellbau und die Feinmechanik, die Labor- und Medizintechnik, die erzgebirgische Volkskunst sowie als Deko-Elemente oder für moderne 3D-Drucker. Den Großteil vertreibt er über den eigenen Onlineshop. Hin und wieder liefert er sogar auch Bürsten ins Ausland, zum Beispiel nach Ungarn.


Wolfgang Schreiters Großvater, Willy Leistner, stellte früher Bürstenhölzer her. Schreiter selbst lernte allerdings den Beruf des Maurers und kam erst später zu seiner jetzigen Tätigkeit. "Um die Jahrtausendwende suchte eine Bürstenfirma im Ort, die namentlich nicht genannt werden möchte, einen Bürstenmacher", erinnert sich Schreiter. Er hatte bei der Firma zuvor gelegentlich ausgeholfen und eignete sich daraufhin das Wissen, wie man Bürsten herstellt, selbst an. "Anschließend baute ich mir selbst die entsprechenden Maschinen, um Arbeitsprozesse zu vereinfachen und um eine größere Stückzahl herstellen zu können", berichtet der Drehwarenhersteller weiter.

Die Werkstatt von Wolfgang Schreiter ist gerade einmal rund zwölf Quadratmeter groß. Er sagt: "Ich war die gesamten letzten Jahre alleine in meiner Werkstatt, Mitte 2017 ist meine Tochter Brit in den Betrieb mit eingestiegen. Sie wird die Firma irgendwann übernehmen." Noch denkt der Inhaber aber nicht ans Aufhören. "Ich möchte den Beruf noch solange machen, wie es mir Spaß macht und ich körperlich dazu noch in der Lage bin."

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...