VORSICHT SATIRE: RÜCKBLICK AUF DIE WOCHE : Vorsicht, Desoxyribowismutnukleinsäure!

Wenn jemand FCE-DNA intus hat, kommt dann ein Kellerkind heraus? Und wieso sollte das schlimm sein?

Ja, da hatte der Helge Leonhardt die Spottdrosseln mal wieder auf seiner Seite und die Schnat-

terenten gegen sich. Die Muttertagsrede des FCE-Präsidenten rührte außerhalb des Erzgebirges Zuhörer mehr zu Lach- und Wut- denn zu Freudentränen. Weil er Frauen aufforderte, Mütter zu werden und ihre DNA zu Wismut Aue zu tragen, wird ihm vorgeworfen, das Frauenbild der 1930er-Jahre zu zelebrieren.


Die Dreißigerjahre, das war die Zeit, in der Frauen nur Kinder kriegen sollten. Kinder, Kinder, Kinder. Daneben galten sie nicht einmal als qualifiziert genug, um Bier aus dem Keller hochzuholen. Glaubt ernsthaft jemand, Helge Leonhardt wolle diese Servicewüste zurückhaben?

Ist es nicht das Normalste von der Fußballwelt, wenn sich ein Vereinspräsident wünscht, dass Frauen ihre DNA, sprich: ihren Nachwuchs ins Stadion einschleppen? Das ist doch zahlende Fanschaft für überteuerte Bockwürste und Schals. Wenn die DNA dann auch noch streut, wird die Welt sogar ein bisschen besser. Man stelle sich vor, Politessen seien mit Wismut-DNA infiziert. Keine Knöllchen mehr für Lilaweiße! Und umgekehrt keine Schmähreden mehr gegen OrdnerInnen. In fremden Stadien - alles FCE-Fans! Die Regel "Bist du kein Veilchen, kriegst du ein Veilchen" wäre überflüssig.

Deshalb sollte man der Unesco nicht nur die Aufnahme des Erzgebirges ins Weltkulturerbe empfehlen, sondern auch die der Wismut-DNA in den Welterbgutspeicher auf Spitzbergen. Falls der Spaß am Fußball auszusterben droht, könnte man Underdogs nachzüchten und wieder Leben in die Bude bringen.

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