Wahl des neuen Stadtrats: Wer antritt, wer aufhört

In gut einem Monat wählt Aue-Bad Schlema einen neuen Stadtrat. Schon jetzt steht fest: Eine Reihe langjähriger Mandats- träger hört auf. Dafür gehen viele neue Bewerber ins Rennen - darunter auch ein Altbürgermeister.

Aue-Bad Schlema.

Diese Wahl verspricht alles zu werden - außer gewöhnlich. Mehr als 180 Kandidaten bewerben sich am 26. Mai um die 26Plätze im neuen, nun vereinigten Stadtrat von Aue-Bad Schlema. Welche Partei tritt mit welchen Kandidaten an, wer hört auf? "Freie Presse" gibt einen Überblick.

Die Freien Wähler: Die Vereinigung stellt mit 15 Vertretern derzeit die größte Fraktion im noch 40-köpfigen Übergangsstadtrat. Für das neue Stadtparlament schicken die Freien Wähler in Aue und Bad Schlema mit insgesamt 61 Kandidaten die meisten ins Rennen, treten aber getrennt an. Die Auer haben 33 Bewerber auf ihre Liste genommen, die Bad Schlemaer 28.


Zu den bekanntesten Köpfen zählen die langjährigen Räte Beatrice Meichßner, Holger Erler, Oliver Titzmann, Uwe Haas und Katrin Rosenkranz. Nicht mehr dabei sind die Stadträte Sabine Albani und Ralf Rapsky. Auf den Listen stehen dafür aber andere prominente Namen wie der Auer Bäckermeister Falk Schellenberger, der EHV-Fanbeauftragte Jörg Meinhardt und die Auer Gastronomin Renate Eberlein (Hutzen-Haisel).

Die CDU: Mit 37 Kandidaten (derzeit 13 Räte) gehen die Christdemokraten ins Rennen um den Stadtrat. Nicht mehr dabei sind die aktuellen Räte Ulf Breitfeld, Frank Eubisch, Margot Oster, Ute Rink und Heiko Schubert. Prominentester neuer Bewerber um einen Sitz im Kommunalparlament dürfte der langjährige Landtagsabgeordnete Thomas Colditz sein, der auf Listenplatz zwei steht - direkt hinter Hans Beck.

In der Aufstellung der Partei zu finden sind aber auch Namen wie Marcel Koch, Geschäftsführer des Helios-Klinikums Aue (auf Listenplatz acht), und Ralf Petermann, der ehemalige Auer Museumsleiter (Listenplatz 28).

Die Linke: Die Linkspartei - derzeit mit sieben Mandaten im Rat vertreten - hat elf Bewerber aufgestellt. Darunter sind der OB-Kandidat Andreas Rössel und die Fraktionschefin Heide-Marie Bamler. Nicht mehr antreten für die Partei wird der Stadtrat Boris Schröder.

Auf der Liste der Linken zu finden ist stattdessen unter anderem Verwandtschaft des Bad Schlemaer Brunnenmädchens Sophia Verena Trzarnowski - und zwar Mutter Bettina sowie Vater Frank.

Die SPD: Die Sozialdemokraten (derzeit 2 Mandate) schicken neun Kandidaten ins Rennen. Das Gesicht der Partei in Aue dürfte die langjährige Stadträtin Claudia Ficker sein - sie steht auf Listenplatz eins. Ihr bisheriger Ratskollege Frank-Michael Horbach (Mandat SPD) will nicht mehr für die Sozialdemokraten antreten; der Bad Schlemaer wechselt stattdessen auf die Auer Liste der Unabhängigen, kurz Aldu.

Die Aldu: Die Auer Liste tritt mit insgesamt zwölf Bewerbern an, darunter sind die Auer Tobias Andrä und Thomas Ketzer. Beide vertreten Aldu bisher im Stadtrat. Weitere bekannte Namen auf der Liste sind der Auer Stadtchronist Heinz Poller sowie der Rechtsanwalt Hans-Ulrich Biernert.

Die NPD: Die rechtsextreme Partei, aktuell mit einem Vertreter im Stadtrat präsent, hat sieben Kandidaten aufgestellt. Darunter ist auch Stefan Hartung, der bei der Kommunalwahl am 26. Mai zugleich als OB-Kandidat antreten will.

Die Wabs: Ganz neu tritt die Vereinigung Wabs an, kurz für "Wir sind Aue-Bad Schlema". Sie ist aus der Bürgerinitiative (BI) ähnlichen Namens in Bad Schlema hervorgegangen und schickt 39 Kandidaten ins Rennen, darunter vor allem viele Bad Schlemaer. Zu ihnen gehören die früheren BI-Vertreter Lutz Hörnig, Yvonne Bochmann und Steffen Barth. Bekanntester Bewerber ist der Bad Schlemaer Altbürgermeister Konrad Barth. Er steht auf Listenplatz eins.

Die Grünen: Bisher nicht im Stadtrat von Aue-Bad Schlema vertreten sind auch Bündnis 90/Die Grünen. Die Partei tritt mit sechs Kandidaten an. Auf Listenplatz eins steht Förderschullehrer Hartmut Weickelt.

Die AfD: Ebenfalls um Mandate bewirbt sich die AfD, die zwei Kandidaten ins Rennen schickt.

Die GfA: Parallel zum Stadtrat werden am 26. Mai auch vier Ortschaftsräte gewählt, in Aue, Alberoda, Bad Schlema und Wildbach. In Alberoda tritt dabei ein neues Bündnis namens GfA an, kurz für Gemeinsam für Alberoda. Auf Listenplatz eins steht der Geschäftsführer der Awo Erzgebirge, Karsten Wilhelm.

Die anderen: Nicht antreten zur Kommunalwahl in Aue-Bad Schlema werden bekannte Parteien wie die FDP und die Piratenpartei. Auch die Satirepartei Die Partei, die angekündigt hatte, zwei Kandidaten ins Rennen schicken zu wollen, wird auf den Wahlzetteln nicht vertreten sein. Laut Stadtverwaltung hatte sie keine Unterlagen hinsichtlich einer Kandidatur eingereicht und konnte damit die erforderlichen Unterstützungsunterschriften für die Wahl nicht sammeln.

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