Wellner bestimmt Haushalt

Aue-Bad Schlema hat seinen ersten Haushaltsplan beschlossen. Der sieht Großprojekte und Schuldentilgung vor. Beim Personal wird nicht gespart.

Aue-Bad Schlema.

Die neue Einheitsstadt Aue-Bad Schlema hat ihren ersten Haushaltsplan für das laufende Jahr beschlossen. Das ist das Ergebnis der Sitzung des Stadtrates am Dienstag. Bei einer Enthaltung und zwei Gegenstimmen stimmten alle anderen Stadträte für das umfassende Zahlenwerk.

"Da wir auf die Entscheidung des Chemnitzer Verwaltungsgericht über die Städtefusion am 28. Dezember 2018 warten mussten, konnten wir erst spät mit dem Haushaltsentwurf für die neue Stadt beginnen", erklärte Oberbürgermeister Heinrich Kohl (CDU). Zudem habe die Zusammenführung der Daten in das gemeinsame EDV-System länger gedauert als vorher vermutet. "Die Oberfläche des Programms sah gleich aus, aber in der Tiefe gab es doch die eine oder andere Tücke", führte Kohl dazu weiter aus. Gleichfalls müssten bestimmte Fristen eingehalten werde, deshalb habe der Haushaltsentwurf seine Zeit gebraucht.

Laut Haushaltsentwurf rechnet die Große Kreisstadt 2019 mit Einnahmen von 36 Millionen Euro. Dem gegenüber stehen Ausgaben von 35,7 Millionen Euro. Der aktuelle Haushalt macht deutlich, dass durch die Fusion sowohl der Personalbedarf als auch die Kosten dafür gestiegen sind. "Wir haben noch einen Verwaltungsstau aus Bad Schlema abzutragen", erklärte Kohl. Des Weiteren werde für die Vorbereitung des Tages der Sachsen im September 2020 zusätzlich Personal gebunden. Mittelfristig sollen jedoch durch die Bündelung von Ressourcen Einsparungen möglich werden. Die besondere finanzielle Herausforderung des aktuellen Jahres im Ortsteil Aue sei die Entwicklung des Wellner-Areals. "Die Vermarktung oder gar die Eigennutzung des kommunalen Areals wird eine anspruchsvolle und kostenintensive Hauptaufgabe der Stadt sein, hinter der viele andere wünschenswerte Aufgaben zurückstehen werden", heißt es im Haushaltsplan. Gleichfalls bereits vom Stadtrat vor Jahren auf den Weg gebracht ist die Errichtung eines Sportzentrums auf dem ehemaligen Bahnbetriebswerkes Aue. Aufgrund von Erweiterungswünschen und gestiegener Baupreise wird derzeit mit Kosten von rund 1,2 Millionen Euro gerechnet.

2019 will die Stadt die Schuldentilgung für die beiden vormals eigenständigen Ortsteile Aue und Bad Schlema fortsetzen. Im Etat stehen dafür in Summe rund 659.000 Euro. Damit sinke die Schuldenlast pro Einwohner auf 398 Euro.

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