Wenig los bei Tauschbörse

Wer sammelt noch den Inhalt von Ü-Eiern? Früher war das Interesse groß. Beim Treff in Schwarzenberg war das anders.

Schwarzenberg.

Diesmal war Gerd Gehler ein bisschen enttäuscht, denn die Ü-Ei-Tauschbörse im Bürgerbüro Sonnenleithe führte am Samstag nur fünf Sammler zusammen. "Der harte Kern", sagt der Beierfelder, der sieben solcher Treffen im Jahr organisiert.

"Woran es liegt, können wir nicht genau sagen. Werbung machen wir viel", so Gehler. In den besten Zeiten dieser Sammlerbörsen kamen 30 bis 40 Aussteller und dazu noch ganz viel Laufkundschaft. Allerdings ging es damals nicht nur um den verspielten Inhalt der Überraschungseier, sondern um alle Dinge, die man so sammeln kann. Von Bierdeckeln über Zollstöcke bis hin zu Karten reichte damals das Spektrum. Mittlerweile ist die Ü-Ei-Tauschbörse tatsächlich eine, bei der die Inhalte der Schokoeier im Mittelpunkt stehen.

Zum harten Kern gehören auch Udo Helfer aus Kirchberg und Heidi Gündel aus Erla. Seit Jahren sammelt die Erlaerin Ü-Ei-Figuren. "Ich bin ganz ehrlich, ich hatte wenig Freunde und das Hobby hat mir Halt gegeben." Mit der Happy-Hippo-Serie Traumschiff und den Blumentopf-Zwergen ging es los. Mittlerweile habe sie alle Serien, die es seit 1990 gegeben hat, zusammen. "Drei bis vier Serien gibt es im Jahr. Da kann man in etwa ausrechnen, wie viele Figuren ich habe", sagt sie.

Aktuell richtet sich ihre Aufmerksamkeit auf Minions und Barbies. Das seien die beiden aktuellen Serien im Original-Kinder-Überraschungsei. "Bei der Barbie fehlt mir noch eine einzige Figur", so die 36-Jährige. Denn seit ein paar Jahren werde zwischen Jungs und Mädchen untergliedert. Wiegen, schütteln und hören funktioniere heute nicht mehr, weil die meisten Figuren heutzutage zusammengebaut werden. Sie freut sich, dass es unter den Sammlern dennoch ein richtiges Tauschen gibt. Gerd Gehler bedauert, dass sich die Themenkreise verloren haben oder von den Firmen nicht mehr gepflegt werden. Heute seien es Einzelfiguren, früher waren es ganze Geschichten, die man damit erzählen konnte.

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